CELLE. Mit zwei neuen Kooperationen startet die Integrierte Gesamtschule Celle (IGS) in das in wenigen Tagen beginnende zweite Schulhalbjahr: Direktorin Meike Kerker unterschrieb heute Kooperationsverträge mit der Firma Lidl und der „Ausbildungsbrücke“ des Diakonisches Werkes, die beide die Schülerinnen und Schüler bei der Berufswahl und dem Eintritt ins spätere Berufsleben unterstützen sollen.

„Im Schuljahr 2018/2019 gehen die ersten 150 Schüler der IGS Celle an den Berufsstart. Auch wenn bei uns in allen Fächern Anteile zur Berufsorientierung verankert sein sollen, ist und bleibt Schule doch noch ein geschützter Bereich“, erklärte Kerker. Die Partner aus der Praxis könnten den Kindern einen realen Eindruck aus dem Berufsleben vermitteln. Daher sei die Zusammenarbeit mit Lidl und auch der „Ausbildungsbrücke“ ein ganz wichtiger Schritt.

Im vergangenen Jahr sei eine von den Eltern gemeinsam mit der Schule organisierte Berufsmesse an der IGS der Auslöser für die Kooperation mit der Firma Lidl gewesen. Benjamin Bricke, Verkaufsleiter bei Lidl für den Landkreis Celle und Vater eines Schülers der IGS, stellte die Verbindung zum Lebensmittel-Discounter her. „Wir bieten den Jugendlichen unter anderem Praktikumsplätze, Betriebsbesichtigungen oder auch die Möglichkeit, Bewerbungsgespräche mal aus der Sicht des Betriebes zu betrachten“, so Bricke über die Unterstützung, die aus seiner Sicht für Schüler und Unternehmen gleichermaßen gewinnbringend sein könne. Das Unternehmen Lidl – wie ticken die eigentlich? Indem man den jungen Leuten dies und mehr beantworte sowie zeigen könne, welche Ausbildungschancen es bei Lidl gebe, könne man auch an der Außenwirkung der Firma arbeiten und evtl. geeignete Bewerber für eine Ausbildung oder ein duales Studium finden.

Zweiter Kooperationspartner ist „die Ausbildungsbrücke“ des Diakonischen Werkes. Das Patenmodell, bei dem ehrenamtliche Paten den Schülerinnen und Schülern der Klassen acht bis zehn Hilfe zur Selbsthilfe bei der Berufsorientierung bieten, wird im Landkreis Celle von Ralf Wolter koordiniert. Die IGS ist nach der Oberschule Wathlingen und der Oberschule Westercelle nun die dritte Schule, die in der Celler Region mit der „Ausbildungsbrücke“ zusammenarbeitet. „Die Paten unterstützen in den letzten beiden Schuljahren, wobei sie auf fachliche Mitwirkung von Nachhilfelehrern zurückgreifen können. Sie helfen individuell bei der Berufsorientierung, bieten Bewerbungstraining an und begleiten die Schülerinnen und Schüler bis in die Ausbildung hinein“, erläutert Wolter.

Auch wenn das Modell hohe inhaltliche Anforderungen habe, so seien doch die zeitlichen Anforderungen an die Paten überschaubar. Nach einer intensiveren Kennenlernphase seien zumeist einmal monatlich etwa einstündige Gespräche in der Schule die Regel, so der Koordinator, der sich seit seinem Eintritt in den Ruhestand für das Projekt engagiert. Er bittet Interessierte: „Unterstützen auch Sie das ehrenamtliche Projekt und werden Sie Patin/Pate!“. Wer mehr über das Projekt „Ausbildungsbrücke“ erfahren möchte, kann sich per Mail an ralf.wolter@patenmodell.de wenden oder sich unter www.ausbildungsbrücke.patenmodell.de informieren.

Text: Angela Siems

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