IHK: Autonomes Fahren ist großartige Chance für die Region

Wirtschaft Von Redaktion | am Do., 04.08.2016 - 20:00

LÜNEBURG. Die Entwicklung von Technologien für das autonome Fahren ist eine großartige Chance für die Region Braunschweig-Wolfsburg - diese Überzeugung teilen die Präsidenten der Industrie- und Handelskammern (IHK) Lüneburg-Wolfsburg und Braunschweig, Olaf Kahle und Helmut Streiff. Damit haben die IHK-Präsidenten auf eine Mitteilung des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) in Berlin reagiert, nach der neue automatisierte Fahrsysteme in Braunschweig, Hamburg, München, Ingolstadt, Dresden und Düsseldorf ausprobiert werden sollen.

"Braunschweig ist mit seiner Wissenschaftslandschaft exzellent für diese wichtige Zukunftsaufgabe vorbereitet", betonte Helmut Streiff. Der Präsident der IHK Braunschweig verwies auf die seit 2014 beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig existierende Großforschungsanlage AIM (Anwendungsplattform Intelligente Mobilität). Den Forschern stehen eine Forschungskreuzung, eine Referenzstrecke, zur Beobachtung des Fahrerverhaltens ausgerüstete Fahrzeuge, verschiedene Verkehrssimulatoren und weitere Anlagen zur Verfügung. "Damit ist AIM ein wichtiges Instrument zur Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen", sagte Streiff. Olaf Kahle, Präsident der IHK Lüneburg-Wolfsburg, betonte die hohe Anwendungskompetenz rund um den Automobilstandort Wolfsburg. "Mit der Volkswagen AG und den zahlreichen hochqualifizierten Zulieferern in der Region steht den Wissenschaftlern exzellentes Praktikerwissen für eine erfolgreiche Umsetzung von Forschungsergebnissen zur Verfügung."

Die Initiative des BMVI, das autonome Fahren jetzt neben dem bereits vorgesehenen Testfeld auf der Autobahn A9 auch in Städten zu pilotieren, sei absolut begrüßenswert, erklärten die beiden Präsidenten. Allerdings müssten die bereitstehenden Forschungsmittel auch konzentriert zum Einsatz kommen, um möglichst schnell marktfähige Ergebnisse präsentieren zu können.

Die IHK Lüneburg-Wolfsburg bündelt die Interessen von 65.000 gewerblichen Unternehmen gegenüber Politik und Verwaltung. Sie berät zu zahlreichen Themen des Betriebsalltags und bildet heutige und künftige Mitarbeiter der Unternehmen aus und weiter. Rund 130 IHK-Mitarbeiter arbeiten gemeinsam mit rund 2.500 ehrenamtlich in der IHK Engagierten für die Zukunftsfähigkeit unserer Region.