HANNOVER. Der Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran gefährdet Erfolge der niedersächsischen Unternehmen. IHKN-Hauptgeschäftsführer Dr. Horst Schrage: „Wir betrachten den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit großer Sorge. Die niedersächsischen Unternehmen haben in den vergangenen zwei Jahren ihre Absätze im Iran erheblich steigern können. Durch die wieder aufgenommenen einseitigen Sanktionen der USA werden diese Erfolge stark gefährdet: die USA werden Druck ausüben auf alle Unternehmen, die im Iran tätig sind, um sie zu einem Rückzug zu bewegen.“

Seit dem Inkrafttreten des Abkommens im Jahr 2015 sind die Exporte niedersächsischer Unternehmen in den Iran um rund 70 Prozent angestiegen. In den ersten Monaten des Jahres 2018 wurde eine nochmalige Steigerung von über 50 Prozent erzielt. Insgesamt exportierte Niedersachsen im Jahr 2017 Waren und Dienstleistungen im Volumen von Euro 180 Millionen in den Iran. Damit war der Iran an Position 55 unter den Zielländern der niedersächsischen Exporte.

Vor Inkrafttreten der Sanktionen betrugen die niedersächsischen Exporte sogar Euro 612 Millionen. „Die Steigerungen der vergangenen zwei Jahre und das Ausgangsniveau aus der Zeit vor den Sanktionen zeigen das große Potenzial im Handel mit dem Iran. Der Ausstieg der USA aus dem Abkommen ist deshalb für die niedersächsischen Unternehmen ein echter Rückschlag.“

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