HANNOVER. Am 24. September berät die Bundesnetzagentur mit ihrem Beirat über die Vergabebedingungen für den Mobilfunkstandard der Zukunft 5G. Dieser ist beispielsweise eine Voraussetzung für autonomes Fahren. Die IHK Niedersachsen (IHKN) hat daher aktuell einen eindringlichen Appell an den Präsidenten der Bundesnetzagentur Jochen Homann gerichtet. Aus Sicht der niedersächsischen Wirtschaft darf es keine Kompromisse bei einer flächendeckenden Einführung von 5G geben. Der neue Mobilfunkstandard 5G sei eine historische Chance für Deutschland insgesamt, wieder an die digitale Weltspitze anzuschließen.

„Die Versäumnisse der Vergangenheit beim Mobilfunkstandard UMTS und seinem Nachfolger LTE dürfen sich nicht wiederholen“, sagt Dr. Susanne Schmitt, IHKN-Hauptgeschäftsführerin. „Eine flächendeckende Verfügbarkeit ist bis heute nicht gegeben. Darunter leiden auch große Teile Niedersachsens.“ Die IHKN fordert daher, die Vergabe der Frequenzen in besonders lukrativen Lagen mit der Ausbauverpflichtung in einem peripheren Gebiet zu verknüpfen. Damit solle sichergestellt werden, dass sich der 5G-Ausbau nicht allein auf die Verdichtungsräume konzentriere, sondern auch in ländlichen Regionen erfolge, wo ein Großteil gerade mittelständischer Unternehmen angesiedelt sei. Außerdem setzt sich die IHKN eigenen Angaben zu Folge im Sinne des Wettbewerbs von Netzbetreibern und Diensteanbietern für den Erhalt einer Diensteanbieterverpflichtung sowie Möglichkeiten für nationales Roaming ein. Um Unterstützung ihrer Forderungen hat die IHKN auch die Vertreter des Landes Niedersachsen im Beirat der Bundesnetzagentur gebeten.

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