CELLE. Um ihren Kunden in besonderen Notsituationen schnell zu helfen, bieten Arbeitsagenturen und Jobcenter im Einzelfall Barzahlungen an. Bisher erhielten Kunden das Bargeld an Kassenautomaten der Agentur für Arbeit Celle und des Jobcenters im Landkreis Celle. Diese Automaten seien nun abgeschaltet worden, weil sie veraltet und technisch nicht mehr zuverlässig gewesen seien, teilen das Jobcenter und die Agentur für Arbeit mit. Dafür wurde Ersatz geschaffen: „Nach einer erfolgreichen Erprobungsphase nutzen auch die Agentur für Arbeit Celle und das Jobcenter im Landkreis Celle ein neues Verfahren: Mit einem neutral gehaltenen Zahlschein können Kunden, die in einer Notsituation dringend Bargeld benötigen, an den Kassen der beteiligten Einzelhändler eine festgelegte Summe bar ausgezahlt bekommen. Die Resonanz der Kundinnen und Kunden in den Modellregionen war positiv. Nun wird das Verfahren bundesweit eingesetzt“, heißt es in einer Pressemitteilung der beiden Institutionen.

Generell gelte: „Bewilligte Geldleistungen werden im Normalfall auch weiterhin auf das Konto überwiesen. Barauszahlungen ermöglichen flexible Hilfe in Notfällen, betreffen daher nur wenige Kunden, und machen nur einen geringen Teil der Gesamtauszahlungen aus. Für die meisten Kunden ändert sich nichts. Der Zahlschein kann bei den Einzelhändlern Rewe, real,-, Rossmann, Penny, dm und Dr. Eckert eingelöst werden. Durch das neue Verfahren erhöht sich die Zahl der Auszahlstellen deutlich. Damit werden Kundinnen und Kunden auch Fahrwege in die nächste Dienststelle mit Kassenautomat erspart. Eine Kaufverpflichtung besteht nicht.“

Mit dem Zahlscheinverfahren bieten die Agentur für Arbeit Celle und das Jobcenter im Landkreis Celle eigenen Angaben zufolge eine diskriminierungsfreie Barzahlung an. Der ausgehändigte Zahlschein sei anonym, enthalte keine Personendaten und lasse keinen Rückschluss auf die Agentur für Arbeit Celle und das Jobcenter im Landkreis Celle zu. Das eingesetzte Verfahren barzahlen.de werde auch von anderen Unternehmen genutzt.





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