HERMANNSBURG. „Im Osten viel Neues“ –  unter diesem Titel wird Pastor und ELM-Referent Waldemar Rausch am 27. November um 19 Uhr im Hermannsburger Ludwig-Harms-Haus (LHH) im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mission aktuell“ über lutherische Gemeinden in Sibirien berichten.

Evangelisch-lutherische Kirche Ural, Sibirien, Ferner Osten (ELKUFO) – schon allein der Name deutet auf die räumliche Dimension der Kirche im asiatischen Teil der russischen Föderation hin: sieben Zeitzonen und 7.000 Kilometer von West nach Ost umfasst ihr Einzugsgebiet. Ihre 5.000 Mitglieder scheinen zahlenmäßig dazu in keinem Verhältnis zu stehen. Dennoch tut sich etwas in den über das Land verstreuten lutherischen Gemeinden. Über viele Jahrzehnte in der Sowjet- und Stalinära gezwungenermaßen im Verborgenen lebend, verändern sich die ehemals brüdergemeindlich geprägten Gemeinden mit deutschen Wurzeln zusehends.

In welchem Maße sich die ELKUSFO in den vergangenen Jahren auf den Weg gemacht hat, eine vor allem russische lutherische Kirche zu werden, wird Waldemar Rausch an diesem Abend in den Blick nehmen. Unter dem Eindruck einer gerade beendeten Dienstreise weiß er von so manchen Aufbrüchen zu berichten, aber auch von großen Herausforderungen für die kleine Minderheitenkirche in einem kirchlich orthodox geprägten Umfeld.

Seit dem Zerfall der Sowjetunion ist das ELM am Aufbau kirchlicher Strukturen in Russland beteiligt und hat seitdem etliche Mitarbeitende in diese Region entsandt. Pastor Rausch selbst lebte und arbeitete von 2007 bis 2010 zusammen mit seiner Familie in der zentralrussischen Stadt Tomsk. Seine Erfahrungen helfen ihm, Brücken zu bauen zwischen den Gemeinden Sibiriens und Gemeinden in Niedersachsen. Als ELM-Referent für ökumenische Zusammenarbeit mit der russischen Föderation ist er u.a. für die Begleitung von Projekten in sibirischen Gemeinden zuständig.

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