*Aktualisiert* Impfstoff von AstraZeneca auch in Celle

Medizin Von Anke Schlicht | am Fr., 19.02.2021 - 09:51

CELLE/HANNOVER. In Emden, Oldenburg und Braunschweig klagten viele Krankenhausmitarbeiter In drei Kliniken nach der Corona-Impfung mit dem Wirkstoff AstraZeneca über Nebenwirkungen wie Fieber, Schüttelfrost oder Übelkeit. Nun auch in Hannover. „Etwa 20 bis 30 Prozent der Mitarbeiter fallen dann für zwei bis drei Tage aus“, sagte Prof. Tobias Welte von der Medizinischen Hochschule Hannover. Es handele sich dort jedoch nicht um schwerwiegende Impfreaktionen.

Auch der Landkreis Celle hat das Vakzin des britisch-schwedischen Unternehmens AstraZeneca erhalten. „Aktuell wird damit das impfwillige Personal der mobilen Pflegedienste geimpft und danach u.a. das impfwillige Personal besonders gefährdeter Arztpraxen“, sagt Landkreissprecher Tore Harmening auf CH-Anfrage. „Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch noch einmal auf die Aussagen der Ständigen Impfkommission und des Bundesgesundheitsamtes, die dem Impfstoff eine gute Wirksamkeit bescheinigen“, teilt Harmening mit. Auf die Frage, ob auch in Celle bereits nach Verabreichung des AstraZeneca-Vakzins Nebenwirkungen aufgetreten seien, antwortet er: „Wir beginnen gerade mit diesem Impfstoff. Daher haben wir noch keine Erfahrungen.“

 

Der Landkreis ergänzt soeben in einer Pressemitteilung, unzensiert und unkommentiert: 

Landkreis will mobile Teams in Gemeinden einsetzen
 

Celle (lkc). Stand heute sind 9426 Impfungen im Landkreis Celle erfolgt. Diese Zahl soll nach den Vorstellungen des Landkreises Celle in den kommenden Monaten zügig steigen. „Wir gehen davon aus, dass wir bald deutlich mehr Impfstoff bekommen und wollen dann nicht nur im Impfzentrum, sondern auch dezentral in unseren Gemeinden impfen", erklärt Landrat Klaus Wiswe.

Im Impfzentrum selbst sollen die Kapazitäten auch hochgefahren werden. Geimpft werden mit BioNTech/Pfizer oder Moderna über 80-Jährige und mit AstraZeneca unter 65-Jährige, die entsprechend der Prioritätenliste des Bundes zu einer besonders gefährdeten Personengruppe gehören.

AstraZeneca ist nach Ansicht der Fachwelt zu Unrecht in Verruf gekommen. „Der Impfstoff ist von der Ständigen Impfkommission für Menschen unter 65-Jahren empfohlen worden. Wer die wichtige Impfung damit ablehnt, verzichtet auf eine schnelle Impfung. Je nach Alter kann die Impfung dann erst viel später erfolgen", so der Landrat weiter. Ab März sollen vier Impfstrecken im Impfzentrum in Betrieb gehen.

...