NIENHAGEN. Im Jahr 2012 starben in Deutschland 869.582 Menschen, die wenigsten davon dort, wo sie es sich wünschten. Schon vor 25 Jahren wurde auf Initiative von Krankenschwestern, Ärzten und Interessierten in Celle die ambulante Hospiz-Bewegung gegründet. Man wollte unter anderem dazu beitragen, dass die Menschen dort sterben, wo sie es sich wünschen, wo sie die bestmögliche Versorgung erhalten und liebevoll umsorgt und begleitet werden.

In ihrem Vortrag beim letzten Info-Nachmittag des SoVD Ortsverbandes Nienhagen in diesem Jahr stellte Andrea Neumann, Koordinatorin der Hospiz-Bewegung Celle und Umland, die Möglichkeiten und Angebote der ambulanten Hospiz-Bewegung vor. Die Hospiz-Bewegung wird von Spenden und Mitgliedsbeiträgen getragen; zudem gibt es Förderungen für die Aus- und Fortbildungsmaßnahmen von Ehrenamtlichen und die Bezahlung der Hauptamtlichen. Rund 40 Ehrenamtliche sind derzeit in der ambulanten Hospiz-Bewegung tätig. Sie werden alle vorab für ihre Aufgaben geschult. Mit viel Zeit, Verlässlichkeit, immer einem offenen Ohr sowie menschlicher und persönlicher Unterstützung, versuchen die Ehrenamtlichen, zu entlasten und auch auszugleichen.

Die Möglichkeiten der ambulanten Begleitung sind vielfältig und die Unterstützung richtet sich nach den Bedürfnissen und Möglichkeiten aller Beteiligten. „Eine Begleitung kann schon früh erfolgen und endet auch nicht zwingend mit dem Tod des Betreuten“, so Andrea Neumann. Selbsthilfegruppen und Gesprächskreise seien weitere Angebote der ambulanten Hospiz- Bewegung. Alle Mitarbeiter unterliegen der Schweigepflicht.

Über 80 anwesenden Mitgliedern und Gästen waren gekommen, um sich den Vortrag anzuhören. Die vielen Nachfragen zeigten, wie groß der Informationsbedarf zu diesem Thema war.

Horst Urbanek, 1. Vorsitzender des SoVD Ortsverbandes Nienhagen, begrüßte die über 80 Mitglieder und Gäste.

 

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