MEISSENDORF. „Die Bücher des weißen Mannes genügen mir nicht. Der Große Geist hat mir die Möglichkeit gegeben, an der Hochschule der Natur zu studieren, die Wälder und Flüsse, die Berge und die Tierwelt.“ (Tatanga Mani) – Der Indianer, der vor dem Vollmond zusammen mit einem heulenden Wolf weise Worte über Mutter Erde sagt, ist zum Klischee geronnen. Jedes Klischee hat aber einen wahren Kern: Tiere zu verstehen galt als eine der wertvollsten Fähigkeiten, die ein „erster Amerikaner“ entwickeln konnte.

Nordamerikanische Kulturen kannten nämlich kein abstraktes Jenseits, dem ein Diesseits gegenüberstand: Der Tod bedeutete ihnen eine andere Dimension des Lebens, in dem der Kreislauf von Leben und Vergehen weiterging. Damit verstanden sie das Tier nicht als Sache, sondern, wie den Menschen, als Teil des Geheimnisses des Lebens. Lange im Westen verachtet, sind geistige Praktiken indianischer Lehrer in die Psychotherapie eingegangen.

Die Teilnehmer lernen Mensch-Tier-Verhältnisse indianischer Kulturen kennen – der Dozent führt praktisch in schamanische Traumtechniken ein und erklärt die philosophische Bedeutung des Mutter Erde Konzeptes – auf der Basis der anthropologischen Erkenntnisse.

Termin:
21.07.-23.07.2017; Beginn Freitag 19 Uhr (Anreise ab 16 Uhr), Abschluss Sonntag 14 Uhr,
Info u. Anmeldung unter info@nabu-gutsunder.de od. tel. 05056-970111.

 

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