Info-Point für Anwohner und Flüchtlinge in Klein Hehlen eröffnet

Von Redaktion | am Mi., 10.02.2016 - 18:04

CELLE. Heute Mittag wurde der erste Info-Point für neu hinzugezogene Flüchtlinge sowie für Anwohner in der Händelstraße 2 im Ortsteil Klein-Hehlen durch Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende offiziell eröffnet. Die Stadt Celle wird hier mit einer Sozialarbeiterin und Dolmetschern den Flüchtlingen bei Fragen und Problemen vor Ort zur Seite stehen. Anwohner und ehrenamtliche Helfer haben ebenfalls die Möglichkeit, sich umfassend zu informieren und zu den Flüchtlingen Kontakt aufzunehmen. So bald wie möglich sollen in der Begegnungsstätte auch Sprachkurse und Hausaufgabenbetreuung für die neu Hinzugezogenen angeboten werden.

Weitere Info-Points in anderen Stadtteilen sind in Planung. „Wir wollen in den Wohngebieten, in denen verstärkt Flüchtlinge untergebracht werden, soziale Anlaufstellen anbieten, um das Miteinander der Neubürger und der alteingesessenen Anwohner zu begleiten“, erklärte Mende. Er dankte den vielen ehrenamtlichen Helfern und sagte, er sei begeistert, was sie bereits alles auf die Beine gestellt hätten. Gleichzeitig verlieh er seiner Hoffnung Ausdruck, dass alle Flüchtlinge so freundlich aufgenommen würden wie an diesem Tage in Klein-Hehlen und meinte, dass die Celler Bürger damit ein tolles Bild von Mitmenschlichkeit zeichneten.

Zweimal wöchentlich, mittwochs von 13 – 16 Uhr und freitags von 10 – 12 Uhr wird Sozialarbeiterin Silvia Nitsche von der zentralen Anlaufstelle der Stadt Celle gemeinsam mit einem Dolmetscher/einer Dolmetscherin vor Ort sein, an anderen Wochentagen, zunächst zusätzlich montags von 10 – 12 Uhr, soll der Info-Point durch ehrenamtliche Helfer geöffnet werden. Christine Deißner, eine der Ehrenamtlichen erläutert die Planungen: „Wir schaffen es im Moment noch nicht, jeden Tag zu öffnen, aber zumindest montags, mittwochs und freitags sind wir hier vor Ort, bieten Kaffee und Kekse an und schauen, was für Hilfe benötigt wird“. Sie freut sich über die vielen Freiwilligen, die sich schon gemeldet haben und hier mithelfen möchten. Auch Irmtraut Kranz, die in der Nachbarschaft wohnt, will sich engagieren: „Ich möchte mit einer Freundin zusammen in der Begegnungsstätte aktiv werden. Zunächst schauen wir uns das hier mal an und sehen dann, was wir tun können.“

Anfang Januar sind die ersten Flüchtlinge in die seit 2012 leerstehenden, ehemaligen Wohnungen der englischen Armee-Angehörigen gezogen. Familie Wiss aus Syrien war die erste Familie, die hier eingezogen ist. Mit Hilfe ihrer „Patin“, Sylvia Vieregge haben sie begonnen sich hier einzuleben. Sie sprechen bislang nur wenige Worte Deutsch, das Wort „super“ ist eins davon. Damit beschreiben sie, wie ihnen der neue Treffpunkt gefällt.

Der Sozialdezernent der Stadt Celle, Stephan Kassel, zeigte sich zufrieden, dass die dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge gut angelaufen sei. „Hier geht es jetzt um das Miteinander. Da auch bei den Anwohnern in der Nachbarschaft diverse Fragen aufkommen können, wollen wir vor Ort sichtbar und ansprechbar sein. Wir möchten vermeiden, dass soziale Brennpunkte entstehen“, sagte Kassel. Um den Flüchtlingen zu zeigen, dass die Polizei in Deutschland „dein Freund und Helfer“ ist, war auch die Kontaktbeamtin Ariane Schwache zur Eröffnung gekommen. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Karsten Wiechmann  will sie daran mitwirken, dass die für alle Seiten neue Situation gut gemeistert werden kann.

Wer Interesse hat, sich auch in einem der neuen Info-Points zu engagieren, wird gebeten, sich unter der Mail-Adresse zentraleanlaufstelle@celle.de oder per Telefon unter 05141/88 79 612 zu melden.
Text: Angela Siems
Foto: Peter Müller