BRÖCKEL. Bürger aus Bröckel konnten sich am 12. März im Antikhof Drei Eichen über mögliche Risiken der von der Firma K+S in Wathlingen geplanten Haldenabdeckung informieren. Die Bürgerinitiative Umwelt Wathlingen, die zu der Veranstaltung eingeladen hatte, teilt in einer Pressemitteilung mit:

„Die Bürgerinitiative Umwelt Wathlingen, vertreten durch Joachim Bartsch und Detlef Burian, präsentierte einen interessanten und informativen Bildvortrag zu dem Thema. Bartsch und Burian berichteten über die bisherige Arbeit und die Erkenntnisse der BI. Unterstützung erhielten die beiden von Georg Beu und Wolfgang Tannenberg von der BI Umwelt Uetze. Mit großem Interesse verfolgten die Besucher den Vortrag und stellten viele Fragen, die ausführlich und sachverständig beantwortet wurden.

Die Anwesenden haben schnell erkannt, dass das in Hauptwindrichtung liegende Bröckel insbesondere durch die Staubverwehungen beim Aufbringen der kontaminierten Abfälle betroffen wäre. Menschen und Umwelt können nach Überzeugung der Bürgerinitiativen vor Staub- und Verkehrsbelastungen aber nur geschützt werden, wenn die geplante Haldenabdeckung, oder richtiger Deponie, verhindert wird. Abgelagert werden sollen belastete Materialien, wie  Bauschutt, Böden und diverse Abfälle aus der Industrie. Die von Mitgliedern der BIs dokumentierten wiederholten Einbrüche an der Abdeckung der Halde Friedrichshall in Sehnde verdeutlichten, dass die in Wathlingen in derselben Weise vorgesehene Haldenabdeckung nicht funktioniert. Die Abdeckung bedarf – für immer – einer intensiven Unterhaltung und wird die Auflösung der Kalirückstandshalde vielleicht verzögern, aber nicht verhindern.

Schließlich  sind sich alle einig gewesen, dass eine weitere Boden- und Grundwasserversalzung in Wathlingen, die zukünftige Einleitung kontaminierten Deponiesickerwassers in die Fuhse, vor allem aber die Verkehrs- und Staubbelastung, von denen auch die Flotwedeler Gemeinden betroffen wären, unbedingt verhindert werden müssen. Beide Bürgerinitiativen haben deutlich gemacht, dass sie nach einer eventuellen Genehmigung durch das Landesbergamt entschlossen sind, gegen das von K+S geplante Vorhaben, das für die Menschen vor Ort nur Nachteile hätte, zu klagen.“

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