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„Europa – Haus der Religionen?“

Informativer Europa-Projekttag der Berufsbildenden Schulen I und III

04.05.2018 - 15:30 Uhr     Angela Siems    0
Fotos: Peter Müller

CELLE. „Europa – Haus der Religionen?“ – so lautete die thematische Vorgabe für den EU-Projekttag, der heute zum zweiten Mal gemeinsam von den Berufsbildenden Schulen 1 und der Albrecht-Thaer-Schule BBS III organisiert worden war. Neben einigen Gästen aus der Politik, wie Kirsten Lühmann (SPD) MdB, Gabriele Willamowius (SPD),  Staatssekretärin im Niedersächsischen Kultusministerium und Thomas Adasch (CDU) MdL, ließen es sich auch Vertreter der Kirche, wie Superintendentin Dr. Andrea Burgk-Lempart, sowie der Verwaltung und der IHK Lüneburg-Wolfsburg nicht nehmen, sich am Vormittag ein Bild von der Ausstellung zu machen, die den ersten Teil des Projekttages bestimmte.

Die Gäste zeigten sich beeindruckt von dem vielfältigen Programm, das in den Räumlichkeiten der beiden Schulen dargeboten wurde. Gemeinsam mit den rund 900 Schülerinnen und Schülern der berufsbildenden Schulen wurden die Besucher auf verschiedenste Weise über Unterschiede der einzelnen Religionen informiert. Ein Religionskurs der Klassenstufe 12 hatte Schautafeln erstellt und Tische mit typischen Symbolen der großen Weltreligionen präsentiert. Von einer anderen Gruppe waren Schüler unterschiedlicher Religionen zu ihrem ganz persönlichen Verständnis von Glauben befragt worden. In einem der Räume gab es Wissenswertes zum Thema „Das christliche Abendland – Fakt oder Fiktion?“. Auch auf die Frage „Was darf man im Christentum/Islam/Judentum  essen bzw. nicht essen“ konnte man in der sehr informativen Ausstellung eine Antwort finden.

Natürlich gab es auch jede Menge Wissenswertes über die Europäische Union. „Wann wurde der Euro als Bargeld in Europa eingeführt?“ wollten Schüler im „Dschungel-EU“- Spiel von ihren Mitschülern und den Gästen wissen. Beim „EU-Quiz mit der Kanzlerin“ ging es um Fragen wie „Wie viele Sterne hat die EU-Flagge?“. Auch die Auslandsaktivitäten der Schulen, wie Studienfahrten nach Barcelona und Lissabon oder angebotene Austauschprogramme, kamen nicht zu kurz. Zwei angehende Erzieherinnen berichteten über ihre Erfahrungen während eines dreimonatigen Aufenthalts an der Deutschen Schule in Bilbao. „Es ist unheimlich interessant, was die jungen Leute erzählen – schade, dass nicht mehr Zeit ist, mit ihnen zu sprechen“, befand Burgk-Lempart während des Rundgangs.

Im Anschluss an die Ausstellung konnten die Schulleiter der beiden Schulen, Helmut Ehrenberg und Sibylle Bolurtschi, in der Sporthalle die diesjährigen Gastredner, Dr. phil. Ingrid Wiedenroth-Gabler und Pastor Jürgen Schnare begrüßen, die mit Impulsreferaten zum Thema „Europa – Haus der Religionen?“ den zweiten Teil des Projekttages einläuteten. (Wiedenroth-Gabler forscht an der TU Braunschweig auf den Gebieten religionspädagogische Konzeptionsentwicklung, religiöse Sozialisation und Kompetenzentwicklung. Schnare ist Referent für Weltanschauungsfragen mit Spezialgebiet
östliche Religionen bei der Landeskirche Hannover.) In einer von zwei Schülern geleiteten Podiumsdiskussion stellten sich die beiden Religionsexperten anschließend den Fragen der anwesenden Schülerinnen und Schüler und Gäste. Musikalisch begleitet wurde die Abschlussveranstaltung durch Yurdan Gevci, Carla Brits und Lena Oelmann.

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