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"Gemeinsam für Bildung": Benefizprojekt für Schüler in Kenia

Infos, Musik und Kulinarisches beim 11. Afrika-Abend der Oberschule Celle I

15.11.2017 - 13:49 Uhr     CelleHEUTE    0
Fotos: Bert Schmidt

CELLE. Freie Sitzplätze gab es schon längst nicht mehr, als der inzwischen 11. Afrika-Abend des Kenia-Projekts „Gemeinsam für Bildung“ in der zur Aula umfunktionierten Mensa der Oberschule Celle I begann. Sven Sievert, Schulleiter der OBS Celle I, hob in seiner kurzen Begrüßung besonders die Nachhaltigkeit dieses sozialen Projektes hervor, das bereits 1997 mit dem ersten Besuch von Antje Genzel in Kenia seinen Anfang genommen habe.

Nach einem Musikstück der Oberstufen-Combo des HBG unter Leitung von Thomas Krause begrüßten die Leiterinnen der Afrika-Arbeitsgemeinschaft Michaela Kruckow (OBS Celle I), Annegret Kohlrautz und Maja Lugerth (beide HBG), die so zahlreich Erschienenen und führten durch das abwechslungsreiche Programm.

Antje Genzel und Martin Knipper schilderten den Beginn und die Entwicklung des Projekts, mit dem inzwischen 29 Jugendlichen in Kenia eine abgeschlossene Schul- und Berufsausbildung ermöglicht würde. Denn, so betonte Knipper, ohne den vierjährigen Besuch einer Secondary School und eines sich daran anschließenden Colleges könne kein Kenianer einen Beruf erlernen. Für beide Ausbildungsphasen müssten Schul- bzw. College-Gebühren bezahlt werden – Geld, das die meisten kenianischen Familien nicht aufbringen könnten und das deshalb vom „Kenia Projekt – Gemeinsam für Bildung“ übernommen werde. Nur so sei es möglich, den Jugendlichen in ihrem eigenen Land eine Zukunftsperspektive zu eröffnen. Dies unterstrich Antje Genzel, die am Beispiel einzelner Jugendlicher anschaulich erläuterte, wie erfolgreich bereits etliche der ursprünglich von dem Projekt unterstützten Jugendlichen heute studieren oder bereits in ihren Berufen arbeiteten.

Große Begeisterung löste anschließend die Darbietung der Karaoke-AG unter Leitung von Olga Neb aus: Passend zum Afrika-Abend hatten sie sich das Lied Waka Waka (This Time For Africa) ausgesucht, das ursprünglich von der kolumbianischen Sängerin Shakira anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika gesungen wurde.

Die folgende Geschichte von der Entstehung der Welt, wie sie sich die Bantu, südlich der Sahara lebende Afrikaner, vorstellen, hat sicher den einen oder die andere nachdenklich gemacht. Der Gott der Bantu, so deren Vorstellung, hat die Welt und demnach auch die Menschen aus ein und derselben Sanza, einem afrikanischen Musikinstrument, erschaffen. Deshalb spielt die Hautfarbe eines Fremden für die Bantu keinerlei Rolle. Diese Geschichte illustrierten die Schülerinnen und Schüler der Afrika-AG mit farbenfrohen Masken.

Das von der Schüler-Firma der OBS Celle I unter Leitung von Antje Schiroky gekochte leckere afrikanische Essen und die verschiedenen tropischen alkoholfreien Cocktails lockten alle in die Glashalle. Dort konnte man sich näher über das Kenia-Projekt informieren. Auf dem Basar mit afrikanischem Flair konnten neben Produkten direkt aus Kenia auch in der Afrika-AG entstandene Töpfer- und Bastelarbeiten erworben werden. Außerdem wurden Lose angeboten, bei denen es in jedem Fall etwas zu gewinnen gab.

Noch vor der Pause war die Versteigerung eines Bildes von Annegret Kohlrautz angekündigt worden, die nach weiteren drei Stücken der Oberstufen-Combo des HBG von Michaela Kruckow souverän durchgeführt wurde. Am Ende erbrachte das Bild weit mehr als 200 Euro, die uneingeschränkt dem Kenia-Projekt zugutekommen. Faszinierende Tierbilder einer Safari, die Antje Genzel im Februar selbst unternommen und in einem spannenden Film zusammengestellt hatte, schlossen sich an. Zum Abschluss spielte Alexander Tomilov, Achtklässler der OBS Celle I, gekonnt ein Solostück auf dem Klavier von Ennio Moricone, bevor er mit dem Lied „Wer hat die Kokosnuss geklaut“ alle zum Mitsingen animierte.

„Dieser Afrika-Abend hat sich nicht nur für alle Besucher gelohnt, sondern vor allem für die von dem Projekt unterstützten kenianischen Jugendlichen. Diese können sich freuen, auch in Zukunft darauf vertrauen zu dürfen, dass sie durch das soziale Engagement der deutschen Schülerinnen und Schüler sowie deren Lehrkräfte weiterhin zur Schule gehen und einen Beruf erlernen können“, ziehen die Akteure des Abends Bilanz.

 

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