Infotafeln zu Tierarten am Rande der Ortsumgehung aufgestellt

Umwelt Von Redaktion | am Mi., 14.07.2021 - 18:09

CELLE. Die Bürgerinitiative „Ostumgehung – Celle jetzt!“ e.V. fordert den schnellstmöglichen Bau der  Ortsumgehung Celle. "Uns ist bewusst, dass hiermit auch Eingriffe in die Natur verbunden sind und insoweit zwingend Ausgleichsmaßnahmen erfolgen müssen", heißt es jedoch von Seiten der Initiative.
 
Die weitere Fertigstellung naturschutzfachlicher Maßnahmen ist nun, zeitgleich mit den voranschreitenden Baumaßnahmen zur Herstellung der Ortsumgehung Celle (B3n) im Mittelabschnitt, in großen Teilen erfolgt. 
Hierzu habe sich im Zuge der Umsetzung gezeigt, dass das Interesse der örtlichen Bevölkerung  zu den hergestellten landespflegerischen Maßnahmen im Waldgebiet Finkenherd sehr groß sei und Informationsbedarf vor Ort bestehe. 
 
Der Wald im Finkenherd wird von vielen Bürgern Celles als Naherholungsgebiet genutzt.  Viele der Umweltmaßnahmen liegen im unmittelbaren Bereich der von Besuchern genutzten Waldwege, von denen aus die Maßnahmen sofort ins Auge fallen. Die Bürgerinitiative "Ostumgehung Celle – jetzt!" hat sich gemeinsam mit der Straßenbauverwaltung entschlossen, an zwei Standorten Besucherinformationstafeln zu den hier entstandenen Kompensationsmaßnahmen anzufertigen und aufstellen zu lassen. "Wir hoffen, mit diesen Schildern sowohl für umfangreiche Informationen als auch für Verständnis zu sorgen", so die BI.

Heute wurden die Infotafeln im Waldgebiet Finkenherd durch den Leiter des Geschäftsbereiches Verden der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Rick Graue, Celles Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge und den Vorsitzenden der  Bürgerinitiative, Dr. Jens Dommes, enthüllt.

Die Tafeln informieren über den hier ansässigen "Eremiten", auch Juchtenkäfer (Osmoderma eremita) genannt, und die Zauneidechse. Für den häufig anzutreffenden Weißstorch sei eine weitere Tafel in Planung. "Gleichzeitig beobachten wir viele Fledermäuse, die nachts um unsere Häuser und  durch die Wälder fliegen. Wir weisen gern auf die tierische Vielfalt in unserer Region hin, verneinen aber die Instrumentalisierung einzelner Tiere für das Verharren in  sturem Stillstand. So ist es wichtig, dass die Lebensräume für Mensch, Tier und Natur an aktuelle Gewohnheiten angepasst und miteinander verknüpft werden", so die BI. Sie ist überzeugt, dass "alle in der Region Lebenden"  bei der Fertigstellung der Ortsumgehung eine Entlastung erfahren.

Ansprache Rick Graue (Sprechzettel), Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr:

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