CELLE. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung werden am Donnerstag, 27. September 2018, 16.00 Uhr, im Rittersaal des Celler Schlosses, neueste Projektergebnisse der Forschung rund um die Celler Schlosskapelle präsentiert und die Möglichkeiten der zukünftigen Nutzung vorgestellt. Sie beinhaltet eine begrenzte Zugänglichkeit für Besuchergruppen und Andachten. Zugleich wird die Ausstellung »Zwischen Macht und Frömmigkeit« in einer aktualisierten Fassung wiedereröffnet, die die Geschichte, Bedeutung und Gefährdung der Celler Schlosskapelle für Besucherinnen und Besucher bereits im vergangenen Jahr mit anschaulichen medialen Präsentationen, 3D‐Filmen und hochkarätigen Exponaten hatte lebendig werden lassen.

Das Niedersächsische Landesamt für Denkmalschutz blickt zurück: „Vor über zwanzig Jahren wurden schwere Schäden in der Celler Schlosskapelle festgestellt, der Besucherverkehr musste eingeschränkt werden. Seit 2013 erarbeiten Stadt, Land und Kirche gemeinsam mittels innovativer Methoden neue Erhaltungsstrategien. Erste Ergebnisse werden am 27. September der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Celler Schlosskapelle ist ein Kunstwerk von europäischem Rang und zählt zu den bedeutendsten Zeug‐
nissen der Renaissance. Die prächtige Ausstattung, die zwischen 1565 und 1576 im Auftrag von Herzog Wil‐
helm d. Jüngeren geschaffen wurde, kann seit 1995 nur durch Glas betrachtet werden. Der freie Zugang
musste eingeschränkt werden, da die Aufnahmekapazität des relativ kleinen Kapellenraums in den 1980er‐
Jahren bei Weitem überschritten wurde: Mehr als 50.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr führten zu
Feuchteschäden und gefährdeten den Bestand.“

Im Dezember 2013 wurde auf Initiative des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege (NLD) und
des Staatliches Baumanagement Lüneburger Heide (SB LH) eine Arbeitsgruppe gebildet. Mitwirkende sind
die Stadt Celle, der Ev.‐luth. Kirchenkreis Celle und die Ev.‐luth. Landeskirche Hannovers sowie Fachleute
der Konservierung und Restaurierung, der Mikrobiologie, der Bauphysik und Klimatechnik (HAWK Hildes‐
heim/Fakultät Bauen und Erhalten, Hochschule Hannover, Institut für Werkstoffe im Bauwesen/Universität
Stuttgart und Ing.‐Büro Berling/Braunschweig). In dem aktuellen Modellprojekt, das konventionelle Maß‐
nahmen mit innovativer Forschung wie z. B. Strömungssimulation verknüpft, werden mit Fördermitteln der
Deutschen Bunddesstiftung Umwelt die denkmalverträgliche Nutzung und Klimastabilisierung untersucht.

Das Programm des Tages:

16.00 Uhr Begrüßung und Grußworte – Susanne McDowell, Stadt Celle
Dipl.-Ing. Michael Brassel, Staatliches Baumanagement Niedersachsen
Dr. Christina Krafczyk, Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege
Uwe Schmidt-Seffers, Ev.-luth. Kirchenkreis

Was geschieht am Schloss hinter der Plane?
Dipl.-Ing. Michael Brassel/ Helmut Matterne, Staatliches Baumanagement Niedersachsen

Öffentliche Zugänlichkeit und denkmalverträgliche Nutzung – Aktuelle Ergebnisse und Perspektive
Dr. Erwin Stadlbauer, Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege

„Zwischen Macht und Frömmigkeit“ – Die Celler Schlosskapelle“ Anmerkungen zur neuen Ausstellung
Juliane Schmieglitz-Otten, Residenzmuseum im Celler Schloss

Anschließend besteht die Möglichkeit zu Fragen und Diskussion

17.30 Uhr Kleiner Empfang

19.00 Uhr Ende der Veranstaltung

Anmeldung: per Mail an marina.uphus@nld. niedersachsen.de oder per Fax 0511/ 925-5456



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