FRANKFURT/HANNOVER/ROTENBURG. Zur Kritik der niedersächsischen CDU-Landtagsfraktion an der DNA-Analyse nach dem vermeintlichen „Wolfsbiss“ von Rotenburg nimmt das Senkenberg-Institut auf Nachfrage von CELLEHEUTE wie folgt Stellung, unzensiert und unkommentiert:

Wir können an der Aussage von Herrn Bäumer keine Kritik an den von Senckenberg durchgeführten Analysen feststellen. Die Aussage von Herrn Zacharias enthält dagegen mehrere inhaltliche Fehler. So wurden etwa durch die DNA-Analysen am Hammer keine Rehspuren festgestellt. Auch handelte es sich bei der DNA-Probe, anhand derer das Ergebnis „Hund“ ermittelt wurde, nicht um Haare. Ebenfalls falsch ist die Behauptung, Senckenberg untersuche die Proben im Rahmen des Wolfsmonitorings „auf Basis eines einzigen DNA-Satzes“. Wir verwenden für die Untersuchungen einen ständig erweiterten Stamm an Referenzproben aus unterschiedlichen Herkunftsregionen und greifen ferner auf die aktuell vorliegenden
Sequenz- und Genomdaten aus wissenschaftlichen Gendatenbanken sowie die entsprechenden Datensätze von Fachkollegen zurück.

Die Aussage, dass im Falle der Untersuchung tot aufgefundener Pferde „grundsätzlich“ kein auswertbares Ergebnis erhalten würde, legt den Verdacht auf vorsätzlich zurückgehaltene Ergebnisse und damit wissenschaftliches Fehlverhalten nahe. Wir weisen diesen Vorwurf
entschieden von uns.“

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