HANNOVER/CELLE. Die Polizeiinspektion Celle kann mit Verstärkung rechnen. Nach einem Besuch von Innenminister Boris Pistorius in Celle (CelleHeute berichtete) kommt heute die Nachricht aus Hannover: „Die von der Polizeidirektion Lüneburg für Celle vorgesehene Personalkürzung zum 1. Oktober 2017 wird nicht durchgeführt – stattdessen wird im Gegenzug die Polizeiinspektion Celle gestärkt“, weiß Maximilian Schmidt. Die Polizeigewerkschaft sieht hier allerdings nur „Flickschusterei“.

Die Polizeidirektion Lüneburg soll demnach sicherstellen, dass für den Landkreis Celle die Sollstärke beibehalten und die Celler Polizei mit neuen Kräften ausgestattet werde. Hierfür sollen aus anderen Behörden und von der Bereitschaftspolizei Kräfte zugeteilt werden, insgesamt mehr als 20.

Guido Jenke, Sprecher der Bundes deutscher Kriminalbeamter in der Polizeiinspektion Celle, entgegnet auf Nachfrage von CelleHeute: „Es stimmt zwar, dass der Minister sein Versprechen offenbar einhält, jedoch sind die in der BDK-Erklärung offenen Fragen nicht ansatzweise geklärt geschweige denn angegangen worden. Wie bereits erklärt, wird die Vorgehensweise vom BDK Celle und BDK-Direktionsverband Lüneburg als tagespolitische Mängelverwaltung und Feigenblatt vor den Wahlen angesehen. Was nicht heißt, dass eine CDU-geführte Landesregierung es besser machen würde. Der Polizeiabbau hatte schon unter der CDU-Regierung begonnen. Solange nicht der tatsächliche, grundsätzliche Personalbedarf unter realen Faktoren für Celle festgelegt sowie der höchste Altersdurchschnitt in der gesamten Polizeidirektion Lüneburg thematisiert wird, ist alles andere Flickschusterei.“

Dennoch zeigt sich Schmidt zuversichtlich: „Fakt ist, dass nach wie vor die Frage der Personalverteilung im Bereich der gesamten Polizeidirektion Lüneburg geklärt werden muss.“ Er habe Verständnis dafür, dass die Polizeigewerkschaften genau diesen Prozess weiterhin einfordern. „Der entscheidende Punkt ist aber: Unsere Polizei in Celle wird jetzt gestärkt. Das ist eine ordentliche Ausgangslage.“

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