FASSBERG. Zehn Jahre Ausbildung am Transporthubschrauber NH90 und Abschluss des ersten Lehrganges, der alle elektronischen Komponenten mit einbezieht – diese beiden Anlässe waren am Technischen Ausbildungszentrum der Luftwaffe in Faßberg jetzt Anlass zum Feiern. Dazu teilt die Bundeswehr mit:

Seit zehn Jahren wird in einer der modernsten Ausbildungseinrichtungen der Bundeswehr Fachpersonal am Hubschrauber NH90 geschult. Im März 2019 konnten die ersten Urkunden „CAT B2 NH90“ für den Lehrgang aller elektronischen Komponenten des NH90 vergeben werden. In einer Feierstunde würdigte der General der Heeresflieger, Brigadegeneral Ulrich Ott, diese zwei denkwürdigen Ereignisse im Beisein zahlreicher Ehrengäste aus der Bundeswehr und der lokalen Politik.

Mit der Einführung des Hubschraubers NH90 in die Bundeswehr vor über 14 Jahren begann in Faßberg auch die Vorbereitung für die Ausbildung der Luftfahrzeugtechniker für diesen Helikopter. Mitte 2007 begann der erste Lehrgang in einer eher improvisiert anmutenden Ausbildungsstätte. Dieses Bild hat sich gewandelt: Im Februar 2009 wurde die „Halle 8“ als neue Heimat der NH90-Ausbildung in Faßberg bezogen und ist heute eine Ausbildungseinrichtung, die ihresgleichen sucht. Dieses Jubiläum stellte den ersten gewürdigten Meilenstein dar und wurde von Brigadegeneral Ott nicht ohne Stolz gelobt. „Mittlerweile befindet sich hier in der Halle eine der modernsten Ausbildungsstätten der Bundeswehr und auf jeden Fall die beste NH90-Ausbildungshalle aller 14 NH90-Nationen“, stellte der ranghöchste deutsche Heeresflieger fest.

Als erster Ausbildungsbetrieb in der Bundeswehr hat es die in der Halle 8 beheimatete VI. Inspektion des Internationalen Hubschrauberausbildungszentrums geschafft, die im Jahr 2017 veröffentlichten und an internationalen Standards ausgerichtete DEMAR (Deutsche Militärische Anforderungen für Luftfahrttauglichkeit) umzusetzen. Das Personal wird nach diesen hohen Richtlinien in einem alle technischen Komponenten des NH90 umfassenden Lehrgang qualifiziert. Dies markiert den zweiten gewürdigten Meilenstein.

In der Halle 8 in Faßberg werden Lehrgänge von einer Dauer von zwei Wochen bis zu sieben Monaten durchgeführt und jährlich etwa 100 bis 200 Lehrgangsteilnehmer geschult. Mit ihrer hier erworbenen Qualifikation tragen die Absolventen „zur langfristigen Sicherstellung der Einsatzbereitschaft der NH90 Flotte“ bei, hebt Brigadegeneral Ott den Wert dieser Ausbildung hervor. Als Lehrgangsbester wurde der Technische Regierungshauptsekretär Frank Stachowski aus Bückeburg ausgezeichnet. Der offizielle Teil wurde durch die Beförderung des Leutnants zur See Tino Kaspar zum Oberleutnant zur See abgerundet. Anschließend konnten die geladenen Gäste in lockerer Atmosphäre die Ausbildung vor Ort besichtigen; Fragen wurden beantwortet und Fachgespräche geführt.

Als Zeichen gelebter Integration der Bundeswehr in die Gesellschaft und der Verbundenheit übergab der Ortsbürgermeister der Patengemeinde der VI. Inspektion, Christian Peters, gemeinsam mit seiner Delegation aus Wolthausen einen Kuchen und einen selbstgebundenen Besen „zum Halle kehren“ an den Spieß und an den Chef, Hauptfeldwebel André Opitz und Oberstleutnant Olaf Gericke.

Begrüßung der Gäste: Brigadegeneral Ulrich Ott während seiner Ansprache.
Foto: Carsten König

Übergabe der Gastgeschenke der Patengemeinde Wolthausen durch Ortsbürgermeister Christian Peters (r.) und Ortsbrandmeister Henning Schmidt an Oberstleutnant Olaf Gericke, Hauptfeldwebel Andreé Opitz und Oberstleutnant Norbert Ordelmans, Kommandeur der verantwortlichen Lehrgruppe B des Internationalen Hubschrauberausbildungszentrums in Bückeburg.
Foto: Carsten König

Text: Torben Brandt

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