Inzidenz über 10 - Landkreis erlässt neue Verfügung

Gesellschaft Von Redaktion | am Mi., 21.07.2021 - 17:17

CELLE. Seit dem 18.07.2021 liegt der Inzidenzwert im Landkreis Celle über 10, vgl.  Gestern wurde der Grenzwert an drei aufeinander folgenden Tagen überschritten. Da die Inzidenz seitens der Politik noch immer als ausschließlicher Maßstab für Corona-Maßnahmen betrachtet wird, sieht sich der Landkreis Celle verpflichtet, diese erneut zu verschärfen. 

Die Neuinfektionen könnten nach Angaben des Landkreises nicht einem bestimmten räumlich abgrenzbaren Bereich zugeordnet werden. Sie seien weitgehend diffus und entstammen weiten Teilen des Kreisgebietes, hier: Celle, Bergen, Südheide, Hambühren, Winsen (Aller) und Wietze. Der Landkreis sieht eine "Gefahr einer nicht mehr kontrollierbaren Verbreitung des Virus."

Ein Abweichen von der getroffenen Anordnung sei somit nicht möglich. Folglich sei das Gesundheitsamt des Landkreises Celle verpflichtet, festzustellen, dass ab morgen, dem 22.07.2021, erweiterte Schutznahmen entsprechend den Regelungen in der VO für Landkreise mit einer 7-Tage-Inzidenz von nicht mehr als 35 gelten.

Gegen diese Allgemeinverfügung kann innerhalb eines Monats Klage beim Verwaltungsgericht Lüneburg erhoben werden. Eine Klage gegen diese Allgemeinverfügung habe aber keine aufschiebende Wirkung. Es ist aber möglich, gegen diese Allgemeinverfügung beim o.g. Verwaltungsgericht einen Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung zu stellen.

Eine "Inzidenz von 10" bedeutet, dass 10 von 100.000 Personen im Zeitraum einer Woche positiv getestet wurden. Nicht erfasst sind falsch positive oder falsch negative Testungen. Nicht erfasst ist außerdem, ob die Person infektiös, also ansteckend ist. Nicht erfasst ist ebenfalls, ob die Person Symptome aufweist und erkrankt ist.

Eine Übersicht der derzeitigen Regelungen sehen Sie HIER (bitte klicken).

Die Verfügung im Wortlaut sehen Sie HIER (bitte klicken).