CELLE. Kerstin Wittstamm und Caspar Harlan von der Freien Bühne Wendland gastierten im Januar und Februar vergangenen Jahres mit „Ist das die Liebe“ in Kunst&Bühne. Aufgrund der überwältigenden Resonanz zeigt das Kino achteinhalb  als Veranstalter diese Inszenierung am kommenden Samstag, den 21. Januar, ein drittes und letztes Mal.

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In Form einer theatralen Lesung wird die fast 50-jährige Ehe zwischen dem russischen Schriftstellers Leo Tolstoi (1828 – 1910) und seiner Frau Sonja (1844 – 1919) zusammengestellt aus Tagebüchern und Briefen dargestellt:

Zwei Menschen schreiben sich ein Leben lang herzzerreißende Liebesbriefe und streiten sich bis aufs Äußerste. Er ist ein Wegbereiter der russischen Revolution, sie verlegt seine Bücher und zieht die dreizehn Kinder groß. Die Rede ist von Sonja und Lew Tolstoi, die mit ihren Briefen und Tagebüchern ein sehr lebendiges und dazu literarisch hochkarätiges Zeugnis ihrer Liebe hinterlassen haben, packend wie ein Roman! Das Paar streitet über Liebe, Politik und das Leben. Kein Wort hat an Aktualität oder Dringlichkeit eingebüßt.

Die Tolstojs fanden in den 48 Jahren ihrer Ehe keine eindeutige Antwort, mit ihren Aufzeichnungen hinterließen sie aber ein einzigartiges Zeugnis ihrer verzweifelten Suche. „Zwei höchst intelligente Menschen streiten über die Liebe, die Politik und das Leben. Man leidet mit und lernt“ urteilt der ORF. Es ist eine geballte Zeitreise durch das Russland der Zarenzeit bis hin zur Russischen Revolution und durch 48 Jahre einer Ehe, die nicht zerbrechen kann und zur Hölle wird. Dies alles ganz subjektiv von dem berühmten Schriftsteller und seiner Frau formuliert. Historisch zwar, aber hoch aktuell.

Die Entwicklung, die die Beziehung der beiden durchläuft, von der heftigen Verliebtheit bis hin zur absoluten Verständnislosigkeit auf beiden Seiten ist dramatisch. Das Paar las die Tagebücher des jeweils anderen, ohne ihn wirklich zu verstehen und schrieb sogar Bemerkungen dazu. Dadurch wirken viele Tagebucheinträge wie ein lebendiger Dialog.

Termin: Freitag, 21. Januar

Ort: KUNST & BÜHNE

Beginn: 20 Uhr
Eintritt: 15 Euro, ermäßigt 10 Euro
Reservierungen über www.kino-achteinhalb.de

Reservierte Karten können an der Abendkasse ab 19 Uhr abgeholt werden.

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