CELLE. „Iuventa“ lautet der Titel eines Dokumentarfilms über die Initiative „Jugend Rettet“, die nach der Einstellung des europäischen Seenotrettungsprogramms Mare Nostrum im Herbst 2015 mit einer Crowdfunding-Kampagne einen alten Fischkutter kaufte, umbaute und auf den den Namen Iuventa (Jugend) taufte und damit bis zum August 2017 über 14.000 Menschen im Mittelmeer das Leben rettete.

Das Schiff ist seit über einem Jahr wegen des Verdachts zur „Beihilfe zur illegalen Einwanderung“ vom italienischen Staat beschlagnahmt worden. „Mittlerweile sind die jungen Seenotretter Zielscheibe einer Diffamierungskampagne und werden als Handlanger von Schleusern kriminalisiert. Die italienische Staatsanwaltschaft erhebt schwere Vorwürfe gegen ‚Jugend Rettet‘: Menschenschmuggel und Zusammenarbeit mit Schlepperbanden und hat ein Verfahren gegen ‚Jugend Rettet‘ eröffnet. Der Film vermittelt ein umfangreiches Bild der Situation rund ums Mittelmeer und nimmt sowohl die Vielschichtigkeit der Perspektiven wie auch die unmittelbare Gefährdung von menschlichem Leben in den Blick“, heißt es in der Ankündigung zu „Iuventa“.

Kino achteinhalb zeigt den Film in Kooperation mit LiSt-Celle (Landin Sicht), attac Celle, der Amnesty International Gruppe Celle, dem Celler Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus und dem Celler Arbeitskreis Ausländer. Ein Mitglied der Crew der Iuventa wird anwesend sein. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung ist Teil der Filmreihe „Wehrhafte Demokratie stärken – Ausgrenzung entgegentreten“ des Kino achteinhalbs und wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie Leben!“.

„Iuventa – Ein Akt der Menschlichkeit – Seenotrettung ist kein Verbrechen“
Dienstag, 18. September, 19.30 Uhr
Ort: Kino achteinhalb



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