EICKLINGEN. Zur Jahreshauptversammlung im Jahr 2017 konnte der Ortsbrandmeister (OBM) Wolfgang Fricke, neben einer Vielzahl von aktiven Kameraden, auch eine große Anzahl von passiven Mitgliedern begrüßen. Besonders erfreut zeigte er sich über die Anwesenheit von Eicklingens Bürgermeister Jörn  Schepelmann, den Samtgemeindebrandmeister Cord Krüger sowie eine Vielzahl von ehemaligen Führungskräften, die altersbedingt nicht mehr am aktiven Dienstgeschehen teilnehmen. Volker Uhlemann, als erster Vorsitzender des Fördervereins der Eicklinger Feuerwehr, hatte sich kurz vor Beginn aus persönlichen Gründen abmelden müssen.

Der Beginn der Veranstaltung fand diesmal in der Gerätehalle des Feuerwehrgebäudes statt. Dort hatte sich die Feuerwehrkapelle Oppershausen in Position gebracht. Sie war eingeladen worden, um der Verabschiedung von Wilhelm Ziebarth aus dem aktiven Dienst in die Altersgruppe der Feuerwehr Eicklingen sowie der Verleihung einer Ehrenurkunde für 50 Jahre Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr von Heinrich Ebeling einen würdigen Rahmen zu geben. In seinen Dankworten zum Ausscheiden von Wilhelm Ziebarth stellte Wolfgang Fricke die verschiedenen Positionen und Funktionen dar. Ganz in den feuerwehrtechnischen Ruhestand wird er auch nach seinem 63. Geburtstag am 30.12.2016 jedoch noch nicht gehen, da er noch aktiv in die Organisation für das Atemschutzwesen der Samtgemeinde einbezogen ist.

Die Feuerwehrkapelle Oppershausen füllte die Gerätehalle mit einem starken Sound und wurden von den Zuhörern mit kräftigem Applaus belohnt. (Interesse an der Musik? siehe www.fwko.de). Nach den Ehrungen lud der Ortsbrandmeister die Anwesenden und die Kapellen-Mitglieder zu einem gemeinsamen Imbiss ein.

Zu Ehren der im Berichtszeitraum verstorbenen Kameraden Friedel Eggelmann, Horst Schnittger und Fredy Dehning erhob sich die Versammlung zu einer Schweigeminute von ihren Sitzen. Als nächster Punkt wurde das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung verlesen und einstimmig genehmigt. Im Anschluss daran stellte der Ortsbrandmeister die Schwerpunkte des abgelaufenen Jahres vor. Neu in die Feuerwehr als aktive Mitglieder sind die Kameraden Jannik Giese, Jannik Sander, Bastian Hiller, Hanken Meier, und Luca-Tim Sedlmayer eingetreten. Ein Großteil der Kameraden kommt aus der Jugendfeuerwehr, somit ein schöner Erfolg und ein Nachweis für die gute Arbeit der Jugendbetreuer.

Neben dem theoretischen und praktischen Dienstgeschehen und den Einsätzen mit Alarmierung wurde auch über die Änderungen im Fahrzeugpark berichtet. Aus Bröckel wurde ein LF16TS als Ersatz für das Eicklinger LF8, das nach Nienhof ging, übernommen. Nach Aussage der Verwaltung wurde ein HLF20 bestellt, dass Anfang 2018 zwei Fahrzeuge (LF8/6 und RW) in Eicklingen ablösen wird. Weitere Punkte waren der Kameradschaftsabend, das Osterfeuer, das Aufstellen des Maibaumes, der Leistungsmarsch im August, die Feuerwehrfahrt nach Lübeck im September und der Laternenumzug im Oktober sowie die Teilnahme an verschiedenen Lehrgängen, Übungen des 3. Zuges der Kreisbereitschaft und externen Leistungsmärschen.

Nach dem Bericht des Ortsbrandmeisters waren die einzelnen Funktionen aufgefordert einen Rückblick auf das vergangene Jahr zu geben. Den Anfang machte Jens Vocke für die Gruppenführer mit der Zusammenfassung der allgemeinen Dienste. In diesem Zusammenhang konnte er berichten, dass die Zusammenlegung in eine Gruppe erfolgreich war, was durch eine gute Dienstbeteiligung ersichtlich sei. Ergänzend zu dem Vortrag von Jens Vocke, stellte Christian Barth die neu strukturierte Dienstorganisation vor. Die einzelnen Bereiche wurden in Module aufgeteilt, von denen jeweils bis zu drei an den Dienstabenden parallel angeboten werden. Die Module wurden priorisiert und die Wiederholung innerhalb eines Jahres dementsprechend eingeplant. Zudem sind in jedem Quartal Einsatzübungen Teil der Ausbildung.

Der Bereich Unfallverhütung wurde von Jörg Knupper vorgetragen. Für das Jahr 2016 konnte berichtet werden, dass das Jahr unfallfrei abgeschlossen wurde. Weiter wies Knupper darauf hin, dass sich jeder vor einem Einsatz persönlich darüber klar sein muss, ob er einsatzfähig ist. Alkohol oder Drogen (auch Medikamente!) könnten das Einsatzgeschehen massiv negativ beeinträchtigen und gegebenenfalls zu Unfällen führen. “An dieser Stelle muss ein jeder ehrlich zu sich und seinen Kameraden sein und ggfs. auf einen Einsatz verzichten”, so Knupper.

Als nächster Vortragender begann Gerätewart Andreas Enskat mit einem Dank an seinen Stellvertreter Bastian Hiller und ganz besonders an Martin Künnemann. Künemann ist aktiv in der Ausbildung der Jugendfeuerwehr und unterstützt die Gerätewarte zuverlässig mit seinem umfassenden Wissen ohne dass er offiziell in das Amt gewählt wurde. Zu berichten hatte Andreas Enskat dann über den Tausch von diversen Batterien, von durchgeführten Prüfungen des Equipments und von durchgeführten und geplanten Neuanschaffungen. Die vorliegende Mängelliste werde somit stückweise abgearbeitet. Zusätzlich dazu sei der Equipmentbestand in der EDV einzutragen und aktuell zu halten.

Für den Bereich Atemschutz gab Gerd Fricke stellvertretend für Jörg Schepelmann den Bericht ab. Aktuell sind 28 Kameraden als Atemschutzgeräteträger ausgebildet und einsatzbereit. Im März konnten 16 Atemschutzgeräteträger an einer Übung in einem Brandschutzcontainer teilnehmen. Diese Übung wird auch für 2017 angeboten, so dass auch die weiteren Kameraden die Chance auf diesen Erfahrungsgewinn haben.

Als letzter Vortragender der Eicklinger Funktionsträger berichtete Axel Eggemann über die Jugendfeuerwehr. Zusammen mit Ingo Kruse, Martin Künnemann und Jonas Thiedmann betreut er die 20 jugendlichen Feuerwehrkameradinnen und –kameraden. Dazu erforderlich ist die Gestaltung eines eigenen Dienst- und Ausbildungsplanes für die ca. 30 Dienstabende. Wie in den vorangegangenen Jahren konnten auch im Berichtszeitraum diverse Jugendflammen I und II als Bestätigung für eine gute Ausbildung vergeben werden – ein Erfolg der nur durch die intensive, qualitativ hochwertige und zeitaufwändige Arbeit des gesamten Teams möglich sei. Neben der theoretischen und praktischen Ausbildung konnte Eggemann auch über die Teilnahme an einem Leistungsmarsch berichten. Dort konnte die Jugendfeuerwehr Eicklingen vollständig überzeugen und den 1. Platz von 34 Mannschaften belegen. Die weiteren Highlights waren der Leistungsmarsch zum fünfjährigen Bestehen der Eicklinger Jugendfeuerwehr, der 24 Stunden Dienst inklusive Übernachtung, das einwöchige Zeltlager des Landkreises sowie die Ferienpassaktion. Axel Eggemann  konnte von einer guten Stimmung innerhalb der Jugendfeuerwehr berichten und auch die Integration der Neuzugänge funktioniere gut. Ein Problem für die Zukunft sieht Axel allerdings in den zur Verfügung stehenden Fahrzeugen. Die neuen Fahrzeuge würden immer schwerer, so dass ein normaler Führerschein nicht mehr ausreichend sei. Dieses Problem sei für die gesamte Feuerwehr relevant.

Als nächster Vortragender fasste der Samtgemeindebrandmeister Cord Krüger die gemeindeübergreifende Situation der Feuerwehren zusammen. Insgesamt wurden die Samtgemeindefeuerwehren in 2016 zu 144 Einsätzen gerufen. Das bedeutet ca. drei Einsätze pro Woche! Die Anzahl der aktiven Mitglieder habe sich um drei erhöht, damit sei der allgemeine bundesdeutsche Trend mit einem Rückgang von ehrenamtlichen Helfern vorerst nicht bestätigt. In seinem Vortrag dankte Cord Krüger dem leider nicht anwesenden Dirk Milbrandt für seine geleistete Arbeit als Schirrmeister der Feuerwehr Flotwedel. Milbrandt hat diese Aufgabe acht Jahre lang erfolgreich durchgeführt, sein Nachfolger ist Andreas Knoop aus Sandlingen. In seinem detaillierten Bericht ging Cord Krüger weiter auf die Themen Ausbildung / Lehrgänge, Fahrzeuge – Beschaffung / Verschiebung, Ausrüstung – Schwerpunkt Atemschutz, Funk – neues Einsatzleisystem FEL / RLS, eine neue Sirene in Klein Eicklingen / Breslauer Straße, Baumaßnahmen – Sandlingen / Nienhof sowie die Bedarfsplanung ein.

Nach Diskussion über die Themen Kettensägelehrgang, Trinkwasserverunreinigung bei Löscheinsätzen, Übung an modernen Fahrzeugen mit Schere und Spreizer und den Baumaßnahmen in Sandlingen konnte Cord Krüger seinen Bericht abschließen. Der nächste Punkt war die Vorstellung des Kassenbestandes im Rahmen von Einnahmen und Ausgaben durch Henning Schepelmann. Die Kasse wurde durch Henning Barkow und Werner Schnelle am 31.12.16 geprüft. Schnelle fasste den Prüfungsvorgang in einem Gedicht zusammen und beantragte im Anschluss die Entlastung des Kassenführers. Diesem Antrag wurde einstimmig entsprochen. Neben der musikalischen Untermalung seines Vortrages wies Werner Schnelle gleich auch schon auf die Schützenfestnachfeier Anfang September hin. Dort soll sich wieder zeigen, wie die Eicklinger gemeinsam feiern können.

Unter dem Punkt Verschiedenes stellte Horst Sebastian die aktuelle Situation der feuerwehrtechnischen Ausbildung am Standort Celle und den geplanten Maßnahmen in der NABK Celle-Scheuen dar. Einen bereits vollständig ausgearbeiteten Vorschlag für eine Tagesfahrt stellte Friedhelm Fricke vor. Geplant ist die Besichtigung der Vielanker Brauhaus GmbH & Co. KG in Vielank, Nähe Dömitz. Teilnehmen können aktive Kameraden der Feuerwehr Eicklingen. Die Anzahl ist auf 30 Personen begrenzt, Anmeldungen bei Friedhelm Fricke.

Traditionell als einem der letzten Redner wird dem Bürgermeister das Wort erteilt. Jörn Schepelmann bedankte sich im Namen des Rates der Gemeinde Eicklingen für die geleistete Arbeit. Als Dank wurde, ebenfalls traditionell, die „Mettwurst“ überreicht.

Mit seinem Dank an die Mannschaft und Unterstützer der Feuerwehr schloss Ortsbrandmeister Wolfgang Fricke mit dem Jahresmotto des Landesfeuerwehrverbandes für 2017: „Feuerwehr – gemeinsam sind wir stark!“ die Sitzung.

Wolfgang Fricke, Wilhelm Ziebarth, Cord Krüger

Wolfgang Fricke, Wilhelm Ziebarth, Cord Krüger

Text/Fotos: Eitel Blum

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