HANNOVER. Windkraft an Land, Biomasse und Photovoltaik bleiben bei der Stromerzeugung die wichtigsten Energielieferanten unter den Erneuerbaren Energien. Ihr Anteil hat sich nach Mitteilung des niedersächsischen Landvolk Pressedienstes im ersten Halbjahr 2017 um zwei Prozentpunkte wieder leicht erhöht und erreichte 35 Prozent. Diese noch vorläufigen Berechnungen haben das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft vorgelegt. Windkraft an Land bleibt größter Stromerzeuger von Ökostrom.

In den vergangenen 26 Jahren hat sich der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung langsam aber stetig nach oben entwickelt. 1990 betrug ihr Anteil nach Angaben des Informationsportals Erneuerbare Energien mit 18,0 Kilowattstunden (kWh) erst 3,4 Prozent, damals wurde hauptsächlich Wasserkraft als Erneuerbare Energie zur Stromerzeugung genutzt. Im Jahr 2011 haben die Erneuerbaren Energien erstmals die Marke von 20 Prozent überschritten und erreichten im vergangenen Jahr 31,7 Prozent oder 188 kWh.

Damit hat sich ihr Anteil an der Stromerzeugung in diesem Zeitraum verzehnfacht. Im Wärmeverbrauch haben die Erneuerbaren Energien im vergangenen Jahr mit einem Plus von sechs Prozent deutlich zugelegt, sie erreichten hier einen Anteil von 13,4 Prozent. Im Kraftstoffmarkt war der Anteil mit 5,1 Prozent relativ stabil. Zur Nutzung Erneuerbarer Energien wurden im vergangenen Jahr in Deutschland 14,2 Mrd. Euro investiert, der Löwenanteil floss in Anlagen zur Erzeugung von Windenergie an Land. Über die Nutzung Erneuerbarer Energien wurde 2016 in Deutschland ein Ausstoß von Treibhausgasen in Höhe von fast 160 Mio. t vermieden. (LPD 62/2017)

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