CELLE. Unter dem Titel „Jiddische Verleger und Übersetzer deutscher Autoren im Spiegel ihrer Bücher“ eröffnet das Stadtarchiv Celle am Donnerstag, 15. Juni 2017, 19.00 Uhr, eine Ausstellung in der Celler Synagoge, Im Kreise 24.

Am 23. September 1943 wurde das zwei Jahre zuvor von den deutschen Besatzern eingerichtete Wilnaer Ghetto aufgelöst und die noch dort verbliebenen Juden deportiert oder im nahegelegenen Ponar ermordet. Damit endete die jahrhundertealte Geschichte des „Jerusalems des Nordens“ oder „Jerusalem Litauens“ – wie das jüdische Wilna genannt wurde. Welche kulturellen Schätze das „Jiddischland“, insbesondere Vilne – so der jiddische Name der heutigen litauischen Hauptstadt Vilnius – hervorbrachte, spiegelt sich nicht zuletzt in der dortigen Theater- und Literaturlandschaft wider. Das damalige Verlagswesen zeugt von einem regen Interesse der Leserschaft an jiddischer Literatur, aber auch an jiddischen Übersetzungen europäischer, insbesondere deutscher Autoren. Das Lesen half – besonders innerhalb der Ghettomauern – dem geistigen Überleben.

Ort:                       Celler Synagoge, Im Kreise 24

Eröffnung:          Donnerstag, 15. Juni 2017, 19.00 Uhr

Laufzeit:              16. Juni bis 27. August 2017

 

 

 

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