Jobst-Marten Böttger wird neuer Leiter des Waldpädagogikzentrums Ostheide in Siedenholz

Wissenschaft Von Redaktion | am Fr., 29.03.2019 - 10:56

UNTERLÜSS. Jobst-Marten Böttger übernimmt im Forstamt Unterlüß die Hausleitung Siedenholz im Waldpädagogikzentrum Ostheide. Er löst damit seinen Vorgänger Welf Einhorn ab, der zum 01.04.2019 die Leitung der Revierförsterei Lintzel im Forstamt Oerrel übernimmt.

Seit 2018 ist Böttger bei den Niedersächsischen Landesforsten angestellt. Als erste Aufgabe wurde ihm die Vertretung der Hausleitung "25 Eichen" im Waldpädagogikzentrum Weser -Bergland übertragen. Hier hat er seine ersten Erfahrungen in der waldbezogenen Umweltbildung gemacht. "Dass ich als frisch ausgelernter Förster sofort eine solch verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen durfte, war für mich eine kleine Herausforderung. Ich habe schnell gemerkt, dass die Waldpädagogik für mich eine erfüllende Aufgabe ist, mit der ich viele Menschen an den faszinierenden Lebensraum Wald heranführen kann. Als junger Vater liegt mir die Arbeit mit jungen Leuten sehr am Herzen. Noch in diesem Jahr werde ich die Zusatzqualifikation zum zertifizierten Waldpädagogen absolvieren und mich im Oktober der Prüfung stellen", erklärt er.

Der 31-Jährige freut sich auf die neuen Aufgaben im Forstamt Unterlüß. Seit Anfang März dieses Jahres hat er sich gemeinsam mit seinem Vorgänger in die örtlichen Besonderheiten eingearbeitet. Mit Siedenholz übernehme er ein waldpädagogisch gut aufgestelltes Haus, so Böttger. Eine seiner ersten Aktionen ist das Anlegen eines Arboretums, eine Art wissenschaftlicher Sammlung verschiedener Baum- und Straucharten. Das Arboretum will er in seine Umweltbildungsarbeit einbeziehen.

Zur Arbeit und Personal der Waldpädagogikzentren teilen die Niedersächsischen Landesforsten mit: "Die Leiter der elf Waldpädagogikzentren in Niedersachsen sind pädagogisch geschulte Försterinnen und Förster. Sie organisieren in ihren Zuständigkeitsbereichen waldbezogene Umweltbildung und kooperieren mit Schulen und anderen Bildungsträgern. Im praktischen Jugendwaldeinsatz übernehmen erfahrene Forstwirte die Betreuung der Schülerinnen und Schüler. Unterstützt werden die Waldpädagogik-Teams durch zertifizierte Waldpädagoginnen und Waldpädagogen, die freiberuflich für die Landesforsten tätig sind. Die organisatorische Buchungsabwicklung der Mehrtagesangebote erfolgt durch MitarbeiteriInnen der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Mensch und Wald stehen im Mittelpunkt der waldpädagogischen Angebote. Die Wälder in Niedersachsen sind so interessant und vielfältig, wie die Menschen, die seit Jahrhunderten von und mit ihnen leben. Der Wald ist somit auch ein ökologisches, wirtschaftliches, soziales und kulturelles Spiegelbild der menschlichen Gesellschaft.

Im Umfeld der in ganz Niedersachsen verteilt liegenden Waldpädagogikzentren befinden sich die vielfältigsten Waldformen: Fichtenwälder im Oberharz, Buchenwälder im Weserbergland, Kiefern und Birkenwälder in der Heide bis hin zu Feuchtwäldern im Oldenburger Land. Viele Themen lassen sich daran anknüpfen, dabei sind Tier- und Pflanzenarten genau so interessant wie die Nutzung des Rohstoffes Holz, die regionale Waldgeschichte oder die Pflege und der Schutz wertvoller Lebensräume. Auch die Funktionen des Waldes beim Wasser- und Klimaschutz lassen sich kaum besser darstellen als im Wald selbst."