HANNOVER. Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion, Jörg Bode, übt scharfe Kritik am gestern vorgestellten Dieselkompromiss. „Ob sich so weitere Fahrverbote verhindern lassen, ist zweifelhaft. Dieser Kompromiss ist reines Stückwerk und nicht geeignet, die tiefe Verunsicherung der Autofahrer zu beenden. Statt ungerechter Teillösungen brauchen wir eine Mobilitätsgarantie für Dieselfahrer. Sie wurden von den Herstellern und der Politik gleichermaßen betrogen und dürfen jetzt nicht diejenigen sein, die es ausbaden müssen“, fordert Bode.

Schließlich wären die Kunden jahrelang dazu ermuntert worden, Dieselfahrzeuge zu kaufen, um die CO2-Werte zu reduzieren. Darüber hinaus fordert Bode eine europaweite Überprüfung der Messgrundlagen. „Ich plädiere für ein zweijähriges Moratorium für Fahrverbote. Diese Zeit sollten wir nutzen, um die Messungen europaweit auf einen gemeinsamen Standard zu bringen. Aktuell gibt es keine Gleichbehandlung, da jedes Land seine Messstationen unterschiedlich aufstellt. Das benachteiligt beispielsweise die deutschen Dieselbesitzer massiv im Gegensatz zu einigen europäischen Nachbarn und das kann nicht sein“, so Bode weiter.

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