HANNOVER. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Freien Demokraten im Landtag Niedersachsen, Jörg Bode, fordert angesichts des aktuellen Mittelstandsberichts mehr Engagement von der Landesregierung für eine mittelstandsfreundliche Wirtschaftspolitik und eine neue Gründerkultur in Niedersachsen: „Ein positiver Mittelstandsbericht der Landesregierung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Niedersachsen der Bundesrepublik in Sachen Gründerkultur hinterherläuft. So gut wie nichts ist in den vergangenen Jahren seit Regierungsübernahme von Rot-Grün für junge Gründer getan worden. Die Fördermaßnahmen der Landesregierung reichen nicht aus“, so der Wirtschaftsexperte. Grundsätzlich müsse auch endlich das Thema Bürokratieabbau angegangen werden.

„Die Startups von heute sind der Mittelstand von morgen. Deshalb müssen wir heute die Weichen stellen, damit das Land auch in Zukunft noch wirtschaftlich erfolgreich sein kann. Gründer müssen sich im ersten Unternehmensjahr mehr mit dem Amtsschimmel beschäftigen als mit ihrem Produkt. Diese Hürde wollen wir ihnen mit einem bürokratiefreien ersten Jahr nehmen. Darüber hinaus müssen wir Bürokratie abbauen, anstatt immer neue Maßnahmen wie jüngst das Hygienebarometer einzuführen. Um Startups die Kapitalbeschaffung zu erleichtern, wäre es zudem sinnvoll, Wagniskapital steuerlich absetzbar zu machen und ein Gründerstipendium einzuführen“, so der Fraktionsvize.

Bode bedauert insbesondere, dass die Regierungsfraktionen nach wie vor eine Kultur des Misstrauens gegenüber Unternehmern säten. „Das haben die vergangenen Beratungen zu unseren Initiativen für eine neue Gründerkultur in Niedersachsen eindrucksvoll gezeigt. Statt Gewerkschaftsrhetorik mit Angst vor prekären Arbeitsverhältnissen vorzuschieben, wäre es angebracht, Unternehmertum und Gründergedanken bereits in der Schule näher zu bringen und zu fördern. So können wir Niedersachsen bei Gründungen wieder nach vorne bringen“, so Bode.

Hintergrund: Die Landesregierung hat heute den Mittelstandsbericht 2012 bis 2016 vorgestellt.

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