CELLE. Wochenlang haben die Johanniter in Celle für die Aktion Johanniter-Weihnachtstrucker Pakete gesammelt. Insgesamt konnten vor Weihnachten 2.500 Pakete aus ganz Niedersachsen und Bremen auf die Reise in die Ukraine geschickt werden. Am 28. Dezember wurden sie vor Ort in Schytomyr verteilt.

In der Vorweihnachtszeit hatten die Johanniter in Niedersachsen und Bremen Schulen, Kindergärten, Vereine und Firmen sowie Privatleute aufgerufen, Pakete mit Grundnahrungsmitteln und Hygieneartikeln zu packen und in den Dienststellen der Hilfsorganisation abzugeben. „Wir haben viel Unterstützung aus Stadt und Landkreis Celle erhalten. Einfach toll“, sagt Christoph te Uhle, Johanniter-Ortsbeauftragter im Ortsverband Celle. Besonders freut es te Uhle, dass die Hilfsgüter mit einem eigenen Lkw-Konvoi direkt ins Zielgebiet gebracht und dort persönlich verteilt werden. „Das ist schön, wenn die Hilfe direkt bei den Menschen ankommt.“ In Celle haben sich Schulkinder, Mitarbeiter der Gemeinde-Verwaltung und natürlich ehren- und hauptamtliche Mitglieder der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. für die Aktion stark gemacht: 30 Pakete wurden von Mädchen und Jungen der Grundschule Wietze gepackt, die Verwaltung spendierte noch einmal fünf Pakete zusätzlich.

In den frühen Morgenstunden des zweiten Weihnachtsfeiertags brachen die Helfer Richtung Ukraine auf. Mit zwei vollgepackten Lkw mit Anhängern und einem Begleitfahrzeug trafen sie wohlbehalten am späten Donnerstagabend in der Stadt Schytomyr, 120 km westlich von Kiew, ein. Am Freitag wurden sie dann schon mit großer Freude erwartet. Die Fahrt ging dann noch weiter in die zentralukrainische Stadt Poltawa, in der Nähe von Charkow.

Landesvorstand Hannes Wendler würdigt die Arbeit der vielen Helfer im Hintergrund. „Ein großer Dank geht an alle Paketpacker in Niedersachsen und Bremen und auch an alle Spender, die sich finanziell eingebracht haben,“ betont er. „Besonders möchte ich allerdings unseren Weihnachtstruckern danken, die sich an Weihnachten auf den langen Weg in die Ukraine aufgemacht haben.“

Interessiert werden Berichte, Fotos und Filme bei Facebook verfolgt oder auf der Internetseite www.johanniter.de/ weihnachtstrucker-ukraine angeschaut. „So haben wir ein wenig das Gefühl dabei zu sein“, sagt Christoph te Uhle. „Denn es sind ja auch unsere Pakete, die dort verteilt werden!“ Dies sei ein gutes Gefühl, meint der Ortsbeauftragte weiter. „Wir wünschen unseren Kollegen eine gute Heimreise!“

Über die Johanniter-Weihnachtstrucker:

Während der Sammelaktion packen tausende Menschen in der Vorweihnachtszeit Hilfspakete für Bedürftige in Südosteuropa. Sie enthalten dringend benötigte Grundnahrungsmittel, Hygieneartikel und ein kleines Kinderspielzeug. Das erste Mal gestartet sind die Johanniter-Weihnachtstrucker vor 25 Jahren mit etwa 3.000 Paketen in Bayern, inzwischen sind fast alle Landesverbände der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. in die Aktion involviert. Der Landesverband Niedersachsen/Bremen ist 2018 das zweite Mal dabei. In diesem Jahr sind bundesweit 56.172 Pakete gesammelt und mit insgesamt 44 Sattelschleppern nach Südosteuropa gebracht worden.



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