CELLE. Nach gut sechzig Jahren jüdisch-christlichem Dialog hat die Synode der EKD im Herbst 2016 über die Frage der „Judenmission“ debattiert. Waren die 60 Jahre vergeblich? Offenbar fehlt noch immer das Verständnis für die unterschiedlichen Grundlagen von Dialog einerseits und Mission andererseits und noch mehr eine wahrhafte, theologische Klärung des Verhältnisses der Tochterreligion zu ihrer Mutter. Dies ist eine unabdingbare Aufgabe des Christentums, die zugleich über das christliche Selbstverständnis entscheidet, das sich nicht von seinen jüdischen Wurzeln trennen lässt.

Prof. Dr. Karl E. Grözinger, Judaist, Semitist und Religionswissenschaftler, wurde 1942 in Stuttgart geboren. Nach dem Studium in Tübingen, Berlin, Heidelberg, Jerusalem und Frankfurt a.M. schloss er 1975 seine Promotion und 1980 seine Habilitation in Judaistik ab. Von 1985-1994 wirkte Karl E. Grözinger als Professor für Judaistik in Frankfurt a.M. und von 1989-1991 als Gründungs-Ordinarius für Judaistik in Lund, Schweden. An der Universität Potsdam hatte er zuletzt die Professur für Religionswissenschaft und Jüdische Studien sowie die Direktion des Kollegiums Jüdische Studien von 1994-2007 inne. Seine Emeritierung fand am 28. Februar 2007 statt. Herr Grözinger ist affiliated Professor der Universität Haifa, Fellow des Institute for Advanced Studies Jerusalem, sowie Gastprofessor, u. a. in Chicago und Krakau.

Ort:                       Celler Synagoge, Im Kreise 24

Termin:          Donnerstag, 14. September 2017, 19.00 Uhr

Referent:            Prof. Dr. Karl E. Grözinger, Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg

Veranstalter:    Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Celle e.V. in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Celle e.V. und dem Stadtarchiv Celle

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