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20. Regionalwettbewerb in der Alten Exerzierhalle

„Jugend forscht“: Schüler präsentieren bunte Vielfalt an Projekten

13.02.2018 - 19:13 Uhr     CELLEHEUTE    0
Fotos: Peter Müller

CELLE. Etwas aufgeregt sitzen die jungen Forscherinnen und Forscher an ihren Tischen und warten darauf, den Jury-Mitgliedern präsentieren zu können, woran sie in den vergangenen Wochen gearbeitet haben. 90 Schülerinnen und Schüler stellen heute und morgen im Rahmen des 20. Regionalwettbewerbs „Jugend forscht“ in der Alten Exerzierhalle insgesamt 48 Projekte aus den Bereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaft, Mathematik/Informatik, Physik und Technik vor.



Die Leiterin des Regionalwettbewerbs, Dr. Barbara Peters, zeigte sich zum offiziellen Beginn beeindruckt von dem, was sie bei einem ersten Rundgang bereits gesehen hatte: „Ich freue mich sehr, dass so viele tolle Projekte angetreten sind. Es ist eine super Mischung aus den verschiedensten Themengebieten.“ Auch Wolfgang Fragge, Geschäftsführer der SVO-Holding, die den Wettbewerb zum wiederholten Mal finanziell unterstützt, war gekommen, um die Schülerinnen und Schülern zu begrüßen: „Ich finde es toll, was ihr hier veranstaltet und drücke die Daumen, dass alles gut funktioniert“.

Einen Straßendrucker nach dem Prinzip eines Tintenstrahldruckers präsentierten Philip Pohl, Tobias Schlicht und Julius Weihe vom Hermannsburger Christian-Gymnasium. „Unser Hauptziel war es, Texte auf die Straße drucken zu können“, erklärten die Schüler. Es sei grundsätzlich aber denkbar, das System auch für andere Anwendungsgebiete zu nutzen, wie beispielsweise ein Bewässerungssystem.

Johann Brüns und Ole Mirete hatten sich überlegt, dass es Zeitverschwendung sei, ein Ei selbst zu pellen. Aus Legosteinen, mehreren Lego-Motoren und einem Messer haben die beiden Achtklässler des Gymnasiums Ernestinum eine Ei-Schäl-Maschine gebaut. „Die kann schon laufen, wenn gefrühstückt wird. Das spart Zeit, dann kann man auch mal in der Woche ein Ei am Morgen essen“, so die beiden 13-Jährigen.

„Können Polymilchsäure-Becher Polypropylen-Becher ersetzen ?“ hatten sich Mika Rohloff, Elisabeth Dell und Sarah Nöckel vom Hölty-Gymnasium gefragt. Polymilchsäure-Becher seien umweltschonender in der Herstellung und zudem kompostierbar, so der 13-jährige Mika. Die drei Achtklässler hatten die Becher auf Hitze- und Säurebeständigkeit untersucht. Für Heißgetränke seien sie nicht geeignet, für Flüssigkeiten bis 40 Grad hingegen schon, so das Ergebnis ihrer Versuche. Den Wettbewerb finden die Schüler super. „Auch im nächsten Jahr würden wir gern wieder mitmachen“, waren sich alle drei einig.

Eine rund 20-köpfige Jury aus Wirtschaft, Verwaltung und Schule bewertet heute und morgen die in die Kategorien „Schüler experimentieren“ (Schüler bis 14 Jahre) und „Jugend forscht“ (Jugendliche von 15 bis 21 Jahren) eingeteilten Projekte in Bezug auf Hintergründe, Funktionsweise, Methodik, Originalität und Sorgfalt. Morgen, von 9.30 Uhr bis 13.30 Uhr könnten Interessierte sich noch ansehen, was die jungen Forscher auf die Beine gestellt haben, um 15 Uhr werden dann die Sieger in den unterschiedlichen Fachbereichen und Kategorien gekürt. Die Gewinner qualifizieren sich für die Landeswettbewerbe „Jugend forscht“ in Clausthal-Zellerfeld vom 12. bis 14. März 2018 und „Schüler experimentieren“ in Oldenburg vom 5. bis 7. April 2018. Alle Landessieger können sich anschließend beim Bundeswettbewerb „Jugend forscht“ in Darmstadt vom 24. bis 27. Mai 2018 messen.

Aus Stadt und Landkreis Celle sind das Gymnasium Ernestinum Celle, das Hermann-Billung-Gymnasium Celle, das Hölty-Gymnasium Celle sowie das Immanuel-Kant-Gymnasium Lachendorf und das Christian-Gymnasium Hermannsburg vertreten. Konkurrenz bekommen die lokalen Schulen vom Gymnasium Soltau, dem Albert-Einstein-Gymnasium Buchholz, dem Gymnasium am Kattenberge, und dem Gymnasium Halepaghen-Schule Buxtehude.

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