Jugendliche des DRK Wathlingen im "Rollstuhl auf Probe"

Gesellschaft Von Redaktion | am Fr., 01.03.2019 - 09:29

WATHLINGEN. Wie fühlt es sich an, auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein? Welche Schwierigkeiten gilt es zu meistern? Das wollten die Jugendlichen des DRK Wathlingen genauer wissen. Dass aller Anfang schwer ist, mussten sie dabei gleich zu Beginn erfahren. Die Jugendlichen schließen sich mit diesem Projekt einer Initiative des DRK-Bundesverbandes an und setzen im Rahmen der humanitären Bildung den Schwerpunkt in diesem Jahr auf die Frage: "Wie kommt ein Jugendlicher, der auf einen Rollstuhl angewiesen ist, in unserem Dorf zurecht?"

„Wir hatten die Idee dazu, weil wir leider unseren Gruppenraum einige Zeit nicht nutzen konnten und uns überlegen mussten, wie wir unsere Treffen trotzdem durchführen können und welche Aktivitäten draußen stattfinden können", erläutert Gruppenleiter Lasse Röder. „Wir wollen hautnah erfahren‚ mit welchen Schwierigkeiten man konfrontiert wird, wenn man auf einen Rollstuhl angewiesen ist", führt der 17-Jährige weiter aus. Die Gruppe freue sich sehr, dass ein Sanitätshaus aus Nienhagen sie bei diesem Vorhaben unterstütze und für einige Tage drei Rollstühle zur Verfügung stelle.

In den kommenden Tagen wird es ernst. Die Rollstühle kommen in den praktischen Einsatz. Wie lässt sich der Weg zur Schule meistern? Wie ist es in der Schule selbst? Sind die Geschäfte und öffentlichen Einrichtungen gut zu erreichen? Ein dickes Fragenpaket soll abgearbeitet werden. Diese praktische Erfahrung haben die Jugendlichen sorgfältig vorbereitet. Es wurde gemeinsam ein Film zu dem Thema geschaut und  überlegt, welche Schwierigkeiten sich hier vor Ort ergeben könnten. Ob die theoretischen Überlegungen mit der Praxis übereinstimmen, wird in den nächsten Tagen der aktive Einsatz der Rollstühle ergeben;  denn: „Menschlichkeit beginnt bei dir selbst", sagt Lasse Röder.