CELLE. „Kaffee – Lebenselixier oder Teufelstrank?“ – dieser Frage ging Renate Frank in der Frühstücksveranstaltung des Landfrauenvereins Celle nach. Sehr ausführlich berichtete sie über die unterschiedlichen Sorten, die Anbaugebiete und die Gewinnung von Kaffee. Kaffee- und Tee-Anbau habe den höchsten Arbeitsbedarf je Flächeneinheit, da fast alle Arbeitsgänge von Hand erledigt werden. Bestimmt werde der Geschmack durch die eigentliche Kaffeepflanze und das Anbaugebiet sowie durch das Röstverfahren und die Mischung.

Hochlandkaffee wird z.B. in 910m bis 1700m Höhe angebaut, erfuhren die Landfrauen. Es herrscht dort ein feuchtes, nebeliges Klima mit vielen Niederschlägen, so dass der Kaffee nur langsam reift. Geringe und seltene Ernten machen ihn so wertvoll. Im Handel kosten 250 g etwa 30 €.

„Seinen Namen hat der Kaffee nach der Region Kaffa in Äthiopien. Dort sind die ersten Kaffeesträucher im Regenwald gefunden worden. Heute haben noch ca. 4500 Bauern das Recht, in dieser Region von wilden Kaffeesträuchern Kaffeekirschen zu ernten. Nur dieser Kaffee darf sich Kaffa-Kaffee nennen, hat das Bio- und fair for live Siegel. Mit dem Kauf dieses Kaffees unterstützt man die Erhaltung des Regenwaldes“, informierte Renate Frank.

In der Medizin wurde bis vor ein paar Jahren der Kaffee für Herz-Kreislauf Erkrankungen mit verantwortlich gemacht. Neue Studien belegten jedoch, dass regelmäßiger moderater Kaffeegenuss zu einem deutlich niedrigerem Schlaganfallrisiko führe. Außerdem verlängere das Coffein die Lebenszeit wichtiger Botenstoffe im Gehirn und wirke sich so positiv auf die geistigen Fähigkeiten aus. Verstärkt werde die Wirkung noch, wenn man den Kaffee mit Kardamom würze. Außerdem rege er die Nierentätigkeit an, entwässere aber nicht. Auch das sei durch neuere Studie belegt, so Frank.

„Man kann also sagen, Kaffee moderat genossen, ist durchaus ein Lebenselixier. Wie stark wir ihn trinken, bleibt schließlich uns überlassen“, zog die Referentin ein Fazit.

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