CELLE. „Vermeintlich schnell und sicher sorgt das sogenannte Elterntaxi allmorgendlich vor Schulen für Verkehrschaos und erhöhte Unfallgefahr. Riskante Wendemanöver sowie das Parken auf Fahrrad- und Fußwegen gefährdet vor allem zu Fuß gehende, Roller oder Rad fahrende Kinder. Hinzu kommt, dass für den zur Schule kutschierten Nachwuchs die zu erlernende Verkehrskompetenz und gesunde Bewegung auf der Strecke bleiben.“ Auf Grund dieser Feststellung, hat der Auto Club Europe (ACE) gestern seine Aktion „Goodbye Elterntaxi“ vor zwei Celler Schulen durchgeführt.

Zwischen 7:30 Uhr und 8:10 Uhr dokumentierten Ehrenamtliche des ACE-Kreises mittels eines Erfassungsbogens vor der Grundschule und der Oberschule Westercelle, zusammen mit dem Verkehrssicherheitsberater der Polizei Celle, Kasten Wiechmann und Matthias Cordts (Regionalberater Clubservice des ACE), den morgendlichen Bringverkehr und die Einhaltung der Straßenverkehrsregeln vor den Schulen. Weitere Aktionen sind geplant. Dann wird auch Schirmherrin Kirsten Lühmann MdB vor Ort sein.

Wird auf dem Fuß-, Radweg oder dem Zebrastreifen geparkt? Halten Eltern in der zweiten Reihe oder im Halteverbot, um ihre Kinder schnell aussteigen zu lassen? Oder wird Rücksicht auf die anderen Verkehrsteilnehmer genommen, auf den nächsten freien Parkplatz gewartet oder sogar an einer Elternhaltestelle einige Meter entfernt von der Schule geparkt? Während des Aktionstages erheben die ehrenamtlichen Aktiven, wie die Verkehrssituation vor den Schulen im konkreten Fall aussieht und appellieren an alle Familien mit Kindern im Grundschulalter, das Elterntaxi möglichst stehen zu lassen.

„An beiden Standorten haben wir nur ca. 20 bis 25 Eltern beobachten können, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule brachten“, berichtet ACE-Mitglied Klaus Meier über die Aktion. Das große Verkehrschaos sei ausgeblieben. „Die meisten Eltern habe ordentlich eingeparkt, ihre Kinder dann aus dem Auto gelassen und ein Stück in Richtung Schule begleitet. Bei einigen konnten wir beobachten, dass in etlichen Fahrzeugen, auch durchaus hochpreisigen, keine ordnungsgemäßen Rückhaltsysteme (Kindersitze) vorhanden waren. Auch stellten wir in einigen Fällen fest, dass die Kinder zur Fahrbahnseite herausgelassen wurden, wenn an der Straße gehalten wurde“, so Meier weiter. Da die Aktion noch an drei weiteren Celler Schulen stattfinden soll, habe man vorérst keine Auswertung vorgenommen der Erfassungsbögen vorgenommen. Am Schluss der Aktion möchte der ACE die Ergebnisse den Schulen zur Verfügung stellen und zur Diskussion mit den Eltern anregen.

„Zum Thema Elterntaxi sind wir als ACE der Meinung, dass die Schüler den Schulweg zu Fuss gehen sollten, da die Grundschulen bekanntlich wohnortnah liegen. Ein gemeinsamer Schulweg fördert die sozialen Kontakt untereinander, fordert zu Gesprächen der Schülerinnen und Schülern auf und dient gleichzeitig der Verkehrserziehung“, so Klaus Meier abschließend.





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