„Unfreiwillig draußen schlafen muss in Celle niemand“

Gesellschaft Von Anke Schlicht | am Mo., 08.02.2021 - 15:54

CELLE. Es ist generell von größter Wichtigkeit, für den Großteil der Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit, und doch kein Gut, über das jeder Bürger dieses Landes verfügt – das Dach über dem Kopf. Und besonders in diesen eiskalten Tagen gewinnt es an Bedeutung und wirft die Frage auf, ob in Celle Menschen anzutreffen sind, die mangels Quartier in Hauseingängen oder auf der Parkbank übernachten müssen.

Die Stadtsprecherin Myriam Meißner gibt Entwarnung: „Unfreiwillig draußen schlafen muss in Celle niemand.“ Celle habe nicht die Obdachlosensituation wie in Großstädten. Eine städtische Einrichtung, die Schlafplätze zur Verfügung stellt und 24 Stunden an sieben Tagen die Woche geöffnet habe, gebe es zwar nicht, aber gesorgt für die Menschen ohne festen Wohnsitz wird von Seiten des Rathauses. „Wir haben noch einige wenige freie Plätze in den Unterkünften“, sagt Meißner. Die Nachfrage sei aber nicht viel anders als sonst im Winter. Im Neuen Rathaus ist eher die Unterbringung von Personen, die ihre Wohnung aus unterschiedlichen Gründen, zum Beispiel durch Räumungen, kurzfristig verloren haben, Teil der Verwaltungsarbeit. „Für die Obdachlosen, die bereits längere Zeit aus eigener Entscheidung ohne Wohnung sind oder die sich als Durchreisende in Celle aufhalten, stehen in begrenzter Zahl Übernachtungsplätze im Kalandhof zur Verfügung“, teilt Myriam Meißner mit. Der Kalandhof ist eine von der Diakonie betriebene Einrichtung für Wohnungslose, die auch für die Polizei als erster Ansprechpartner dient, wenn Menschen aufgegriffen werden, z.B. bei Wintereinbrüchen, und kurzfristig untergebracht werden müssen.

 

...