CELLE. Um Migration, Integration und Bildungschancen geht es am 3. Oktober bei der Wiederaufnahme von „Kein schönes Land in dieser Zeit (?)“, einer Bühnenfassung der gleichnamigen Autobiographie des Rechtsanwaltes Dr. Mehmet Gürcan Daimagüler. Der Jurist, Buchautor und Kolumnist wuchs im westfälischen Siegen auf. Seine Eltern waren aus der Türkei nach Deutschland gekommen, angeheuert als Arbeitskräfte. Für das  Schlosstheater haben Andreas Döring und Adnan Taha diese beispielhafte Biographie mit Dirk Böther und Rasmus Wirth als Uraufführung auf die Bühne gebracht. In der vergangenen Spielzeit gastierte die Produktion mehrfach in Siegen vor ausverkauftem Haus. Für einen Abend kehrt das politische Stück nun am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, zurück ins Schloss. Im Anschluss an das Theaterstück findet ein Nachgespräch mit Pastor Uwe Schmidt-Seffers, Gonca Kaftan (Ratsfrau im Gemeinderat Nienhagen) und Andreas Döring statt.

Am 31. Oktober kommt Mehmet Daimagüler, der im NSU-Prozess Anwalt der Opfer war, dann persönlich nach Celle. Empörung reicht nicht / NSU Monologe ist der Abend überschrieben, der politische Reflexion mit dokumentarischem Theater der „Bühne für Menschenrechte“ verbindet. Der Eintritt für diesen Abend, der von der Stiftung „Demokratie leben“ gefördert wird, beträgt 7 Euro (ermäßigt 5 Euro); beim Kauf eines Theater-Tickets für den 3.10. erhält man bei Interesse die Eintrittskarte für den 31.10. kostenfrei dazu. Beide Veranstaltungen sind Teil der Celler Wochen gegen Rechtsradikalismus.

Termine:

3. Oktober, 20:00 Uhr: KEIN SCHÖNES LAND IN DIESER ZEIT (?) (UA) mit Dirk Böther und Max Rasmus Wirth.

Im Anschluss: Nachgespräch mit Pastor Schmidt-Seffers, Gonca Kaftan (Ratsfrau im Gemeinderat Nienhagen) und Andreas Döring statt.

31. Oktober, 19:00 Uhr: EMPÖRUNG REICHT NICHT / NSU MONOLOGE, Vortrag und Gespräch mit Dr. M.G. Daimagüler & dokumentarisches Theater der „Bühne für Menschenrechte“



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