WIETZE. Trotz einer, auch vom Fördermittelgeber, dem Amt für Regionale Landesentwicklung, positiven Bewertung für die „Neue Mitte“ in Wietze, erhält die Gemeinde keine EU-Fördermittel. Das teilt die Gemeindeverwaltung Wietze mit. Der Gemeinderat soll nun erneut über das Großprojekt entscheiden. Im Mittelpunkt steht hierbei vor allem einmal mehr die Größe des geplanten Bürgersaals. Für das Projekt „Neue Mitte“ hatte sich die Gemeinde Wietze um Fördermittel beim Amt für Regionale Landesentwicklung (ARL) beworben. Mit zwei Anträgen der Gemeinde hätte  sowohl die Nachnutzung der ehemaligen Oberschule als auch der geplante Bürgersaal mit jeweils bis zu 500.000 Euro gefördert werden können.

„Beide Maßnahmen erhielten in der sogenannten Einplanungsrunde des Zuwendungsgebers ein sehr gutes Scoring, verpassten jedoch knapp einen Förderplatz“, heißt es aus dem Rathaus in Wietze. Von rund 50 eingereichten Anträgen, seien die Anträge für den Bürgersaal und den Umbau der ehemaligen Oberschule auf Platz 12 und 13 gelandet. Fördermittel erhalten jedoch nur die ersten zehn Plätze. „Natürlich bin ich erst einmal enttäuscht“, kommentiert Wolfgang Klußmann das Ergebnis. „Insbesondere, weil die Aussichten auf eine Förderung immer positiv waren und wir in der Bewertung dann auch tatsächlich sehr gut abgeschnitten haben. Knapp vorbei ist aber leider auch daneben.“

Bei der Einplanungsrunde hatte die Gemeinde Wietze nach Angaben des ARL gleich doppelt Pech. So stehen nicht nur weniger Fördermittel als ursprünglich erwartet zur Verfügung, sondern auch die Anzahl der Anträge fiel deutlich höher aus, als angenommen. „Nachdem mir die Entscheidung mitgeteilt wurde, habe ich sofort nach anderen Fördermöglichkeiten gesucht“, so Wolfgang Klußmann. „Letztlich müssen wir aber wohl akzeptieren, dass wir abgesehen von rund 100.000 Euro für die Außenanlagen, über die ich mich natürlich sehr freue, keine weitere Förderung mehr für das Projekt „Neue Mitte“ erhalten werden.“

„Angesichts der Absage durch das ARL aber auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass gerade in der zum Teil emotional geführten Diskussion im Zusammenhang mit dem Bürgerbegehren „Kein Bürgersaal in Wietze“ die Frage nach einer Förderung des Bürgersaals eine nicht unerhebliche Rolle gespielt hat, halte ich es auch in Abstimmung mit den Fraktionsvorsitzenden für sinnvoll und geboten, noch einmal ergebnisoffen über die Größe des Saales zu diskutieren und eine dann abschließende Entscheidung zu treffen“, so der Bürgermeister.

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