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Gemeinde Wietze ehrt verdiente Bürger

„Keine Schuld ist dringender, als die, Dank zu sagen“

18.06.2017 - 08:36 Uhr     CelleHEUTE    0
Fotos; Peter Müller

WIETZE. Für ihre langjährige Tätigkeit und ihren besonderen Einsatz zum Wohle der Gemeinschaft wurden zehn Bürgerinnen und Bürger aus der Gemeinde Wietze ausgezeichnet. Bürgermeister Wolfgang Klußmann dankte den Ehrenamtlichen bei der feierlichen Verleihung im Erdölmuseum mit etwa 70 Gästen.

Bereits zum elften Mal fand am Freitag, den 16. Juni die Bürgerehrung der Gemeinde Wietze statt. Welchen hohen Stellenwert das Ehrenamt hat, wurde gleich zu Beginn der Veranstaltung deutlich. Als „unverzichtbare Eckpfeiler der Gesellschaft“ bezeichnete Bürgermeister Wolfgang Klußmann in seiner Eröffnungsrede die zahlreichen Bürgerinnen und Bürger in Wietze, die zum Teil in aller Stille ihr bürgerliches Engagement ausüben. „Durch Menschen wie Sie wird unsere Gesellschaft lebendiger und wärmer. Das ist gerade in diesen Zeiten, in denen wir nahezu atemlos von Krise zu Krise hechten, umso wichtiger.“

Nicht nur persönlich, sondern auch stellvertretend für die Wietzer Bürgerinnen und Bürger, für Rat und Verwaltung dankte Bürgermeister Klußmann für die geleistete Arbeit der letzten Jahre: „Ich bin wirklich stolz auf dieses überwältigende Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger.“

Anschließend wurden die zehn Ehrengäste für ihre ehrenamtliche Tätigkeit ausgezeichnet. Bürgermeister Wolfgang Klußmann überreichte jeweils eine Ehrenurkunde und eine Ehrennadel der Gemeinde Wietze.

Musikalisch wurde die Veranstaltung von der Musiklehrerin der Privaten Musikschule Celle, Dorothee Knauer, und drei ihrer Schüler, Hannah Janßen, Anna Lindenmeir und Heinrich Hummel, begleitet. Bei einem gemeinsamen Imbiss nach der Ehrung hatten anschließend die Ehrengäste Gelegenheit, mit Freunden, Verwandten und Funktionsträgern aus Rat und Gemeinde über ihr persönliches Engagement zu sprechen.

Bei der diesjährigen Bürgerehrung der Gemeinde Wietze wurden geehrt:

Wolfgang Hänsel war insgesamt mehr als 10 Jahre 1. bzw. 2. Vorsitzender des Vereins Deutsches Erdölmuseum Wietze und hat maßgeblich die Entwicklung des Erdölmuseums in Wietze vorangetrieben und gestaltet.

Ellen Oldenburger ist seit 1998 Mitglied im Männer- und Frauenchor Wietze und seit 2007 1. Vorsitzende. Unter ihrer Ägide traten viele Sängerinnen und Sänger dem Chor bei, so dass sich dieser stetig vergrößerte.

Andreas Bartsch ist seit 1997 aktiv in der Freiwilligen Feuerwehr Wietze tätig. Herr Bartsch war über 10 Jahre als Gerätewart tätig. Dieses Amt hatte er sehr zeitintensiv und äußerst professionell ausgeübt. Während seiner Amtszeit als Gerätewart war er zugleich Mitglied des Kommandos (Vorstand).

Hildegard Witt ist seit 2002 im Verband Wohneigentum Niedersachsen e.V. bzw. der Siedlergemeinschaft ehrenamtlich tätig. Sie versorgt jeden Monat die Mitglieder mit Zeitschriften und Infobriefen sowie mit aktuellen Informationen.

Werner Dörge ist bereits 1964 in den Schützenverein Wietze-Steinförde eingetreten und hat seitdem verschiedene Ämter wie beispielsweise Pressewart oder Schriftführer übernommen.

Edgar Kock ist seit Januar 2007 bis heute ehrenamtlicher Betreuer einer Person in Obernkirchen, seit 2012 erster Vorsitzender Bürger Bus Wietze e. V. Als langjähriges Mitglied im Sozialverband VdK Ortsverband Hambühren-Ovelgönne-Wietze hat sich Herr Kock überdurchschnittlich engagiert.

Joachim Meyer ist seit 1986 Mitglied der Feuerwehr Hornbostel. Bereits in den 90er Jahren hat er die Freiwillige Feuerwehr Hornbostel erst kommissarisch und später als Ortsbrandmeister geleitet und im Jahre 2001 wurde er zum Jugendwart ernannt.

Helmut Töteberg ist seit 1977 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Wietze Ortsverband Wieckenberg und bekleidete verschiedene Ämter wie beispielsweise stellvertretender Kreisjugendfeuerwehrwart in Celle oder stellvertretender Landesjugendfeuerwehrwart Niedersachsen.

Susanne Schröder war mehr als 10 Jahre in der Kleiderstube der Kirchengemeinde und bei der Celler Tafel aktiv. Seit ebenfalls mindestens 10 Jahren leitet sie den Handarbeitskreis in der Kirchengemeinde.

Simone Remmert ist 1971 ins Jugendrotkreuz eingetreten. Seit dieser Zeit hat sie verschiedene Posten beim DRK in Wietze bekleidet und ist heute stellvertretende Vorsitzende des DRK OV Wietze.

 


Bürgermeister Wolfgang Klußmann fand aus diesem Anlass die folgenden Worte:

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Im Jahr 1985, beschlossen die Vereinten Nationen, fortan am 5. Dezember eines jeden Jahres den Internationalen Tag des Ehrenamtes zu feiern.

Dem Gedanken, das Ehrenamt öffentlich anzuerkennen und auszuzeichnen, folgen auch wir bereits seit dem Jahre 1994. Dabei verzichten wir aber ganz bewusst auf eine jährliche Ehrung, denn wir wollen vermeiden, dass durch eine inflationäre Entwicklung der Stellenwert dieser Veranstaltung schwindet.

Mehr als zwanzig Jahre nach der ersten Ehrung von Menschen, die mindestens 10 Jahre in Vereinen und Verbänden führend tätig waren, oder die sich um das öffentliche Gemeinwohl in besonderer Weise verdient gemacht haben, freue ich mich, Sie zur nunmehr bereits elften Bürgerehrung der Gemeinde Wietze hier im Deutschen Erdölmuseum willkommen heißen zu dürfen.

Stellvertretend für die zahlreichen Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde, die zum Teil in aller Stille ihr bürgerliches Engagement seit Jahren ausüben und damit für unsere Gesellschaft unverzichtbare Eckpfeiler sind, begrüße ich an erster Stelle natürlich die Damen und Herren, die ich heute im Namen der Gemeinde Wietze für ihre besonderen Verdienste auszeichnen darf:

Herrn Werner Dörge
Frau Ellen Oldenburger
Frau Susanne Schröder
Frau Hildegard Witt
Herrn Edgar Kock
Frau Simone Remmert
Herrn Andreas Bartsch
Herrn Hans-Joachim Meyer
Herrn Helmut Töteberg
Herrn Wolfgang Hänsel

Herzlich willkommen heiße ich auch die Familienangehörigen und Freunde der zu Ehrenden, die Repräsentanten der Wietzer Vereine, die Ratsmitglieder, meine Mitarbeiter, die die heutige Veranstaltung vorbereitet haben und für das Gelingen des heutigen Abends Sorge tragen – und natürlich Herrn Dr. Lütgert als Hausherrn, der uns freundlicherweise einmal mehr die Räumlichkeiten des DEM zur Verfügung gestellt hat.

Ich begrüße auch ganz herzlich unseren Landtagsabgeordneten Thomas Adasch, der fast jede gemeindliche Veranstaltung besucht und heute einmal mehr auch in seiner Funktion als stellv. Landrat die Fahne des Landkreises hochhält.

Auch die anwesenden Vertreter der Presse heiße ich herzlich willkommen und freue mich darüber, dass Sie dafür Sorge tragen werden, dass die heutige Ehrung verdienter Menschen angemessen öffentlich gewürdigt wird.

Ganz besonders freue ich mich auch darüber, dass es uns in diesem Jahr erneut gelungen ist, der Bürgerehrung mit einem attraktiven musikalischen Programm einen festlichen Rahmen zu verleihen, der dem besonderen Anlass des heutigen Abends mit Sicherheit gerecht werden wird.

Bereits zum vierten Mal in Folge konnten wir die „Private Musikschule Celle e.V.“ für die Begleitung der Bürgerehrung gewinnen. Frau Dorothee Knauer wird mit ihren Schülern

Hannah Janßen (13)
Anna Lindenmeir (13)
Heinrich Hummel (11)

dem heutigen Abend einen tollen Rahmen verleihen. Hannah und Heinrich haben bereits seit 5 Jahren, Anna seit 3 Jahren Geigenunterricht. Alle drei sind schon häufiger in öffentlichen Konzerten aufgetreten und machen viel Kammermusik, außerdem sind sie Mitglieder der Schulorchester von Ernestinum (Hannah und Anna) und KAV (Heinrich). Heinrich nahm im Frühjahr am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teil und erzielte auf Landesebene einen 2. Platz. Musik ist für ihre Freizeit ein wichtiges Hobby, darüber hinaus macht Hannah viel Leichtathletik, Anna tanzt Rock’n Roll und spielt Blockflöte, Heinrich hat noch Klavierunterricht und spielt Fußball.

Frau Knauer selbst ist seit knapp 40 Jahren Instrumentallehrerin an der Privaten Musikschule Celle e.V. und  unterrichtet Geige und Bratsche. Es ist ihr sehr wichtig, ihre Schüler immer wieder zur Kammermusik anzuregen und auch entsprechende Projekte für die PMC durchzuführen. Meine Damen und Herren, freuen Sie sich jetzt gemeinsam mit mir auf zwei Sätze aus dem Konzert für 4 Violinen in G-Dur von Georg Philipp Telemann, an dessen 250. Todestag in diesem Jahr gedacht wird.
Meine Damen und Herren,

Der Tag der Bürgerehrung ist der Tag, an dem wir Ihnen zeigen, dass Sie uns wichtig sind und dass wir Ihnen für Ihren selbstlosen Einsatz danken. Am Tag der Bürgerehrung wollen wir Menschen würdigen, die mit ihrem Wirken das Rückgrat unserer Gesellschaft bilden. Menschen, die Zeit und Energie einsetzen, um andere Menschen zu unterstützen und ihnen zu helfen. Menschen wie Sie.

Der römische Philosoph und Staatsmann Cicero hat das einmal so formuliert: „Keine Schuld ist dringender, als die, Dank zu sagen.“

Diesen Dank möchte ich Ihnen heute aussprechen. Ihr Engagement für Ihre Mitmenschen verdient unseren Respekt und unsere höchste Anerkennung. Ein Ehrenamt erfordert Zeit und Kraft, Ausdauer und Verlässlichkeit und manchmal kostet es auch Nerven.

Für diesen bestimmt nicht immer einfachen und natürlich auch sehr zeitintensiven Einsatz möchte ich Ihnen nicht nur persönlich danken, sondern Ihnen auch den Dank von Rat, Verwaltung und Wietzer Bürgerinnen und Bürger übermitteln. Vielen Dank für Ihren Einsatz!

Durch Menschen wie Sie wird unsere Gesellschaft lebendiger und wärmer. Das ist gerade in diesen Zeiten, in denen wir nahezu atemlos von Krise zu Krise hechten, umso wichtiger. Das Ehrenamt ist ein selbstverständlicher Teil unserer Gemeinde. Das haben wir und erleben wir immer noch gerade im Rahmen des großen gesellschaftlichen Engagements rund um die große Zahl der Flüchtlinge, die in den letzten Jahren vor Krieg und existentieller Not aus ihren Heimatländern geflüchtet sind und bei uns in Wietze eine vorübergehende oder dauerhafte Heimat gefunden haben.

Ich bin wirklich stolz auf dieses überwältigende Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger.

Das Ehrenamt in Wietze hat viele Namen und viele Gesichter.

Das Ehrenamt reicht beispielsweise von der Arbeit im Museum und dem Engagement im Chor über die Mitarbeit in der Kirche, im Siedlerbund, in den Sozialverbänden, im DRK und bei den Kräften in unserer Feuerwehr bis zum sportlichen Einsatz in den Vereinen. Das Schöne an dieser Aufzählung ist: Der Vielfältigkeit des Ehrenamtes sind keine Grenzen gesetzt.

Liebe Ehrenamtler,

eine Gemeinde besteht nicht nur aus Stein und Mörtel, sondern aus dem Miteinander der Menschen. Die Menschen, nicht die Häuser sind das Fundament einer Gemeinde. Sie sind mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz ein Vorbild für unsere Gemeinde, denn ohne Ihr leidenschaftliches Engagement wäre unsere Gesellschaft eine andere. Mit dieser Veranstaltung wollen wir uns bei Ihnen für Ihren Einsatz bedanken. Also genießen Sie den Abend!

Lassen Sie mich darum nun die Menschen vorstellen, denen ich heute die Ehrenurkunde und die Ehrennadel der Gemeinde Wietze überreichen darf:
Meine Damen und Herren!

Auf Vorschlag des Schützenvereins Wietze-Steinförde ehren wir heute Abend Werner Dörge, der bereits seit 1964, und damit länger Mitglied des Schützenvereins Wietze-Steinförde e.V. ist, als ich Lebensjahre aufzuweisen habe. Ich glaube, so etwas nennt man dann wohl „Vereinstreue“!

So wie es für viele völlig ausreichend ist, ordentliches Mitglied eines Vereins zu sein, hat sich Werner Dörge auch in der Vorstandsarbeit engagiert. So hat er 1984 das Amt des Pressewartes übernommen. Ein Amt, das in keinem Verein so wirklich beliebt ist, für das ihm möglicherweise aber seine hauptberufliche Tätigkeit in einer vielen von uns bekannten Gemeindeverwaltung eine gute Grundlage geboten hat.

Dass sich an das Amt des Pressewartes dann ab dem Jahr 2000 das Amt des 2. Schriftführers und ab 2005 das des 1. Schriftführers anschloss, war damit dann auch fast vorgezeichnet. Das insbesondere in öffentlichen Verwaltung bekannte geflügelte Wort „Wer schreibt, der bleibt“ findet im Falle von Werner Dörge seine Rechtfertigung dadurch, dass er dieses Amt bis heute bekleidet. Darüber hinaus ist Werner Dörge im Verein auch für die Kontaktpflege zur Patenstaffel aus Faßberg und den Behörden zuständig.

So ist es Menschen wie Ihnen, lieber Herr Dörge, zu verdanken, dass den SV Wietze-Steinförde und unsere Patenstaffel eine über viele Jahre gewachsene tiefe und aufrichtige Freundschaft verbindet. Eine Freundschaft, die bis heute Bestand hat.

Mit dem eingereichten Ehrungsvorschlag durch „Ihren“ Verein dankt Ihnen dieser für Ihre Verdienste, und diesem Dank, lieber Werner Dörge, schließe ich mich ganz ausdrücklich an.

Ellen Oldenburger, meine Damen und Herren, ist einer dieser Menschen, sie kennen diesen Typ alle, die immer und überall dabei sind, die Ideen haben, diese einbringen und ganz schnell umgesetzt wissen wollen. Diese Menschen, die andere für Ihre Sache motivieren, begeistern wollen und dabei recht ungeduldig sind. Diese Menschen, die deshalb manchmal ziemlich anstrengend sind, die wir aber gerade deshalb nicht aus unserer Mitte wegdenken können und dürfen, weil wir dann um viel Kreativität und Engagement ärmer wären.

Ellen Oldenburger ist seit 1998 Mitglied im Männer- und Frauenchor Wietze und seit 2007 1. Vorsitzende. Unter ihrer Ägide traten viele Sängerinnen und Sänger dem Chor bei, so dass sich dieser stetig vergrößerte und heute zu einem wichtigen kulturellen Bestandteil der Gemeinde Wietze geworden ist.

Sie hält Kontakt zu Ämtern, Kirchengemeinden und Geschäftsleuten und baute und baut neue Kontakte auf, die den Chor über die Grenzen Wietzes und des Landkreises Celle hinaus bekannt gemacht haben.

Durch ihr Wirken im und für den Chor ermöglicht sie diesem ein Auftreten, das der Gemeinde Wietze äußerst zuträglich ist. Sie organisiert Fahrten, Wanderungen, gemeinsame Essen u.ä. und fördert dadurch den Zusammenhalt des Chores. Auch im Schützenverein Wietze-Steinförde engagiert sich Frau Oldenburger seit 1967.

Im Zeitraum 1995 bis 2003 war sie als Damenleiterin des SV Wietze-Steinförde für die Schulung und Leitung der Damengruppe verantwortlich, sie war über viele Jahre als Kampfrichterin auf Kreis- und Landesebene tätig und auch in gesellschaftlicher Hinsicht hat sie das Schützenwesen in Wietze durch ihr Engagement bereichert. Und so freue ich mich, Dir, liebe Ellen, heute auf Vorschlag des Männer- und Frauenchors Wietze die Ehrenurkunde und die Ehrennadel der Gemeinde Wietze verleihen zu dürfen.
Die nächste Auszeichnung gebührt einer Frau, die wir alle fest mit dem TSV Wietze, der evang.-luth. St. Michael Kirchengemeinde und ihrem mit einem Fotoapparat bewaffneten Mann verbinden. Auf Vorschlag der St. Michael Kirchengemeinde darf ich heute auch das ehrenamtliche Engagement von Frau Susanne Schröder auszeichnen.

Frau Schröder war mehr als 10 Jahre in der Kleiderstube der Kirchengemeinde aktiv. Sowohl dort als auch mehr als 10 Jahre lang bei der Celler Tafel, hat sie sich mit großem Engagement freiwillig und ehrenamtlich für die Belange von Menschen eingesetzt, die die Hilfe der Gesellschaft dringend benötigen.

Und dabei geht es eben nicht nur um die Ausgabe von Kleidung und Essen, sondern ganz häufig um mehr. Es geht um ein offenes Ohr für die vielen uns zum Teil gar nicht wirklich bewussten Probleme der Bedürftigen, es geht darum zu zeigen, dass man zuhört und ein kleines bisschen soziale Wärme bietet, die ansonsten vielfach abhandenkommt.

Daneben leitet Sie seit ebenfalls mindestens 10 Jahren den Handarbeitskreis in der Kirchengemeinde. Liebe Frau Schröder, ich freue mich, dass es Menschen wie Sie gibt, die sich selbstlos für andere einsetzen. Herzlichen Dank dafür!

Lt. Wikipedia sind Siedlergemeinschaften örtliche Zusammenschlüsse von Familien oder Einzelpersonen, die in einem räumlichen Zusammenhang, meist in einer Siedlung zusammen leben und wohnen. Die Siedlergemeinschaften pflegen bis heute ein mehr oder minder stark ausgeprägtes Gemeinschaftsleben.

Zu den wichtigsten Zielsetzungen von Siedlergemeinschaften gehören:

Die Organisation des sozialen Gemeinschaftslebens
Die Organisation von Sammelbestellungen (z. B. Heizöl oder landwirtschaftliche Produkte)
Die Organisation von Arbeitsteilung und Nachbarschaftshilfe
Die organisierte gemeinschaftliche Altenhilfe und Krankenbetreuung
Organisation von Festen und gemeinsamen Aktivitäten

Unverkennbar steht also die „Organisation“ verschiedenster Aktivitäten zu Gunsten aller Mitglieder im Mittelpunkt der Tätigkeiten in einer Siedlergemeinschaft, oder wie es heute so schön oder weniger schön heißt: im Verband Wohneigentum Niedersachsen e.V.

Dieser zentralen Aufgabe widmet sich Frau Hildegard Witt seit nunmehr 15 Jahren ganz intensiv. Bei Wind und Wetter versorgt sie jeden Monat die Mitglieder mit Zeitschriften und Infobriefen sowie mit aktuellen Informationen aus dem Verband. Des Weiteren ist sie für die Planung und Durchführung von Freizeitaktivitäten, wie beispielsweise Fahrradtouren, zuständig.
Meine Damen und Herren,

Gemeinschaften wie der Siedlerbund leben nicht nur davon, dass sie ihren Mitgliedern rechtsberatend zur Seite stehen, sondern in besonderem Maße vom Miteinander untereinander. Hierfür macht sich Hildegard Witt stark und dafür danken wir Ihr!

Auf Vorschlag des VdK Ortsverbandes Hambühren-Ovelgönne-Wietze darf ich nun die nächste Ehrung vornehmen. Der Verbandsname „VdK“ war übrigens ursprünglich eine Abkürzung: Gegründet wurde der Sozialverband VdK Deutschland im Jahr 1950 nämlich unter dem Namen „Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands e. V.“

In den vergangenen Jahrzehnten hat der Verband sich vom ehemaligen Kriegsopferverband zum großen, modernen Sozialverband entwickelt, der für soziale Gerechtigkeit und Gleichstellung kämpft und sich gegen Sozialabbau stark macht. Für diesen sozialen Eckpfeiler unserer Gesellschaft engagiert sich seit Jahren Edgar Kock. Seit Januar 2007 bis heute ist er ehrenamtlicher Betreuer eines Menschen in Obernkirchen, und gleichzeitig seit 2013 Betreuer einer in Wietze lebenden Person, die leider im März d.J. verstarb. Von 2010 bis 2014 bekleidet er das Amt als 2. Vorsitzenden des VdK Ortsverbandes Hambühren-Ovelgönne-Wietze.

Als langjähriges Mitglied im Sozialverband VdK hat er sich ehrenamtlich sehr für die Belange der Kranken, der Menschen mit Beeinträchtigungen, der sozial schwachen sowie der aus anderen Gründen benachteiligten Menschen in unserer Gesellschaft engagiert eingesetzt. Vielleicht ist ihm auch deshalb die Mobilität der Älteren und Benachteiligten so wichtig, dass er maßgeblich die Gründung des Bürgerbus-Vereins in 2012 vorangetrieben hat, dessen Vorsitzender er von Beginn an ist.

Seit 2014 ist er zudem im Vorstand des Vereins „Probürgerbus in Niedersachsen“, dessen stellv. Vorsitzender er seit November 2016 ist. Lieber Edgar, schön, dass Du so viel Freude am Gaspedal gefunden hast. Solang Du Freude daran hast, spiele weiter damit herum – für unser Gemeinwesen! Herzlichen Dank!

Nach diesem ersten Teil der Ehrungen freue ich mich jetzt wieder über klassische Musik der Privaten Musikschule Celle. Das folgende Stück stammt von James Hook. Wir hören zwei Sätze aus dem Trio D-Dur: Andantino – Allegro conspirito

Simone Remmert, meine Damen und Herren, kenne ich eigentlich nur in Uniform oder anderer DRK-spezifischer Kleidung. Das ist aber auch nicht wirklich verwunderlich, ist sie doch seit dem 1.4.1971 Mitglied im Roten Kreuz in Wietze. Wie habe ich das vorhin genannt, „Vereinstreue“?

Dass sie dem DRK bereits im zarten Alter von 10 Jahren beigetreten ist, oder beigetreten wurde, ist sozusagen einer familiären Vorbelastung geschuldet, da ihre Mutter auch aktives Mitglied im Sozialdienst des DRK in Wietze war.

Zunächst war Simone Remmert als Gruppenmitglied im Jugendrotkreuz, das sie ab 1991 mit Frau Stolte aktivierte. Sie hat mit viel Freude und Elan das Jugendrotkreuz geleitet. Heute noch erzählt sie mit Begeisterung von dieser Zeit. Leider musste das Jugendrotkreuz mangels Mitgliedern 2004 aufgelöst werden. Ab 2005 war sie im Sozialdienst beim Roten Kreuz in Wietze tätig, das heißt Mithilfe in der Kleiderstube und bei der Blutspende. Mittlerweile ist sie 2. Vorsitzende des DRK Ortsverbandes Wietze.

Sie ist mit Leib und Seele Rotkreuzlerin. Sie ist sozusagen die Seele des DRK in Wietze. Sie organisiert die Blutspende, hängt die Banner auf, organisiert das Essen und die vielen Dinge, die bei einer Blutspende zu beachten sind. Eines der schönsten Komplimente, das man für seine Arbeit bekommen kann, ist ein Statement von Frau Herrmuth über sie: „Wir würden uns wünschen, mehr solch engagierter Mitarbeiter im Roten Kreuz zu haben.“ Dem schließe ich mich gerne an und sage: „Herzlichen Dank, Simone Remmert!“

Zusammenfassen möchte ich die nächsten drei Ehrungen. Diese sind Menschen zugedacht, die sich nicht nur ehrenamtlich für das Gemeinwohl engagieren, sondern dafür immer auch bereit sind, sich in gefährliche Situationen zu begeben. Drei Männer, die sich seit vielen Jahren in der wohl klassischsten Branche des kommunalen Ehrenamtes engagieren, in der Freiwilligen Feuerwehr.

Andreas Bartsch, ist seit dem 18.10.1997 aktiv in der Freiwilligen Feuerwehr Wietze tätig ist. In seiner Dienstzeit hat er erfolgreich an diversen Lehrgängen teilgenommen: Grundlehrgang, Sprechfunker, Maschinist, Truppführer, Gerätewart sowie Technische Hilfeleistung.

Andreas Bartsch war über 10 Jahre als Gerätewart in der OFW Wietze tätig. Dieses Amt hatte er sehr zeitintensiv und äußerst professionell ausgeübt. Während seiner Amtszeit als Gerätewart war er zugleich Mitglied des Kommandos (Vorstand der OFW). Darüber hinaus organisierte er für die Feuerwehr die jährlichen Ferienpassaktionen und half bei den Brandschutzerziehungen in Kindergärten und Schulen mit.

In seiner Eigenschaft als beruflicher Rettungsasisstent bot Andreas Bartsch zudem für die Feuerwehren der Gemeinde die Erste-Hilfe-Ausbildung an. Von diesem Angebot wurde jährlich viel Gebrauch gemacht. Und auch die Jugendfeuerwehr hat er immer unterstützt. „Andreas Bartsch hat sich in all den Jahren überdurchschnittlich für das Wohl der Feuerwehr und der Einwohner unserer Gemeinde verdient gemacht“, so der Ehrungsvorschlag des Ortskommandos.

Aus der Ortsfeuerwehr Hornbostel kam der Vorschlag, Hans Joachim Meyer zu ehren, der seit 1986 Mitglied der Ortsfeuerwehr Hornbostel ist. Im Jahre 1987 wurde er Jugendwart der gerade gegründeten Jugendfeuerwehr in Hornbostel. 1992 übernahm er zunächst kommissarisch die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr Hornbostel bevor er ein Jahr später zum Ortsbrandmeister ernannt wurde. Nach seiner Zeit als Ortsbrandmeister und Jugendwart war er weiter als Ausbilder, Gerätewart und Gruppenführer tätig und bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2013 (Übertritt in die Alters- und Ehrenabteilung) fast ununterbrochen Mitglied des Ortskommandos Hornbostel.

Seit der Pensionierung ist er weiterhin für die Jugendfeuerwehr als Sonderausbilder tätig. Im Jahre 2015 wurde er zum Vertrauensmann der Alters- und Ehrenabteilung der Gemeindefeuerwehr Wietze benannt. Er widmet sich im Übrigen auch dem Erhalt der Kameradschaft der Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilungen auf Landkreisebene. So ist er bereits jetzt mit der Organisation eines großen Treffen im kommenden Jahr in Wietze befasst.

Der dritte im Bunde kommt aus Wieckenberg und heißt Töteberg, Helmut Töteberg. Er ist seit dem 5. Februar 1977 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Wieckenberg. Von 1983 bis 1989 war er Jugendfeuerwehrwart in Wieckenberg, von 1992 bis 2009 stellvertretender Gemeindejugendfeuerwehrwart in Wietze, von 1992 bis 2012 stellv. Kreisjugendfeuerwehrwart in Celle und von 2012 bis 2015 stellvertretender Landesjugendfeuerwehrwart Niedersachsen.

Des Weiteren war Helmut Töteberg über 20 Jahre als Gruppenführer in der Ortsfeuerwehr Wieckenberg tätig. Seit 2016 leitet er die Alters- und Ehrenabteilung der Ortsfeuerwehr Wieckenberg. Er hat so manches Mal seine privaten Interessen zum Wohle der Feuerwehr, der Jugend und der Bürger der Gemeinde hinten angestellt. Sein Leben ist die Feuerwehr und insbesondere liegt sein Herz, und das dürfte durch die genannten verschiedenen Funktionen innerhalb der Feuerwehr klar geworden sein, in der Jugendfeuerwehr.

Und wenn Sie heute Abend noch Lust auf die eine oder andere lustige Geschichte haben, sprechen Sie mit Helmut Töteberg. Die langjährigen Jugendarbeit hält viele solcher Geschichten bereit.

Meine Damen und Herren,

wir dürfen und sollten froh darüber sein, solch engagierte und motivierte Kameraden in den Reihen unserer Freiwilligen Feuerwehr zu haben! Auch wenn sie heute nicht mehr aktiv sind, vermitteln und übertragen sie ihr Wissen und ihre Motivation auf die jüngeren Kameraden. Das ist von unschätzbarem Wert. Für ihren unermüdlichen Einsatz erhalten die drei heute die Ehrenurkunde und die Ehrennadel der Gemeinde Wietze. Sagen Sie mit mir gemeinsam Danke schön, Andreas Bartsch, Hans-Joachim Meyer und Helmut Töteberg.

Abschließend darf ich die Ehrenurkunde und die Ehrennadel der Gemeinde Wietze an einen Mann verleihen, der sich, in besonderem Maße dem Deutschen Erdölmuseum verschrieben hat und viele viele Stunden seiner freien Zeit für das und in dem Museum verbracht hat. Wenn Sie den Namen „Wolfgang Hänsel, Wietze“ googlen, finden Sie fast ausschließlich Hinweise, die im Zusammenhang mit dem Deutschen Erdölmuseum stehen.

Wolfgang Hänsel, ist seit September 1988 Mitglied des Museumsvereins. Er war insgesamt mehr als 10 Jahre 1. bzw. 2. Vorsitzender des Vereins und hat maßgeblich die Entwicklung des Erdölmuseums in Wietze vorangetrieben und gestaltet. In diesem Zusammenhang möchte ich nur zwei Aspekte hervorheben:

1. Es ist der Initiative und Hartnäckigkeit von Wolfgang Hänsel zu verdanken, dass das Erdölmuseum in Wietze sich rechtzeitig den Namen „Deutsches Erdölmuseum“ gesichert hat und 1989 umbenannt werden durfte. Ein Alleinstellungsmerkmal war geschaffen, denn dieser Titel ist nur einmal vergeben.

2. Das Wahrzeichen des Deutschen Erdölmuseums, aber auch das der Gemeinde Wietze, ist der sogenannte Turm 70.

Maßgeblich war es Wolfgang Hänsel, der den ehemaligen Bohrturm der Wintershall vor der Verschrottung bewahrte und für das Museum und damit für die Gemeinde sicherte. Durch intensive Kontaktpflege zu Entscheidungsträgern in Industrie und Politik hat Wolfgang Hänsel die Weiterentwicklung des Museums kontinuierlich unterstützt und vorangetrieben.

Seit 1996 führt er zudem regelmäßig Besuchergruppen kompetent und eloquent durch das Museum, sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache. Besuchergruppen aus mehr als 30 Ländern aus allen Kontinenten haben sprichwörtlich an seinen Lippen gehangen. Dabei ist Herr Hänsel jederzeit bereit, auch kurzfristig einzuspringen, wenn „Not am Mann ist“.

Lieber Wolfgang, es ist mir eine besondere Ehre, Dein Wirken für das DEM und damit für die Gemeinde Wietze auszuzeichnen und Dir verdientermaßen die Ehrenurkunde und die Ehrennadel der Gemeinde Wietze überreichen.

Meine Damen und Herren,

der große französische Dramatiker Moliere hat einmal gefordert: „Der Ruhm muss dem Verdienst entsprechen.“ Wir hatten heute Anlass, verdiente Menschen zu rühmen und uns über Ihre Auszeichnung zu freuen. Und ich hoffe, dass wir der Forderung Molieres ein Stück weit gerecht werden konnten.

Aber wir sollten auch nicht vergessen, dass die Geehrten in den allermeisten Fällen unterstützt werden… von ihren Partnern, Verwandten und Freunden. Und so bin ich sicher, dass sich die Unterstützer der Ausgezeichneten heute ebenfalls als mit ausgezeichnet betrachten dürfen.

Zum Abschluss des offiziellen Teils des heutigen Abends hören wir nun gleich noch einmal die Private Musikschule Celle. Vorher möchte ich mich aber bei Ihnen allen für Ihr Kommen bedanken und Sie herzlich einladen, noch ein bisschen zu bleiben. Um Ihnen die weitere Zeit hier im DEM sozusagen schmackhaft zu machen, haben wir nebenan im Bistro ein kleines Buffet vorbereiten lassen.

Ich danke Herrn Dr. Lütgert mit seinem Team für die Unterstützung und ich danke ganz besonders auch meinen Mitarbeitern, insbesondere meiner Frau Kopkau, die die ganze Veranstaltung ganz toll vorbereitet haben.

Und nun meine Damen und Herren, freuen Sie sich gemeinsam mit mir auf ein weiteres Stück der drei Nachwuchsmusiker der PMC. Wir hören zwei weitere Sätze von Georg Philipp Telemann – Aus dem Konzert für 4 Violinen: Largo – Allegro

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