Keine „knappe Kiste“: Kerstin Speder wird Bürgermeisterin in Faßberg

Politik Von Susanne Zaulick | am So., 12.09.2021 - 20:32

FASSBERG. „Ich habe mir gewünscht, dass es ein deutliches Ergebnis wird. Aber ich habe auch gedacht, es könnte eine knappe Kiste werden“, sagt Kerstin Speder, als sechs von acht Wahlbezirken ausgezählt sind auf die Frage, ob sie mit einem Sieg gerechnet habe. Kurze Zeit später steht fest: Die 50-Jährige wird mit 58,2 Prozent der Stimmen (Wahlbeteiligung 63,8 Prozent) Faßbergs neue Bürgermeisterin und Nachfolgerin von Amtsinhaber und Gegenkandidat Frank Bröhl (CDU). 

„Jetzt machen wir einen Auto-Korso“, schlägt Yvonne Maniewski von der WGF, die neben den Grünen die parteilose Kandidatin unterstützt hat, spontan vor. „Ich bin mit dem Fahrrad da“, lacht die frisch gewählte Bürgermeisterin. Gefeiert wird mit Pizza, Muffins und Getränken vor der ehemaligen Blumenhalle am Rathaus. Nachdem alle, die wollen, ihre Glückwünsche und Blumensträuße überreicht haben, wendet sich die Dipl.-Verwaltungswirtin (FH) an ihre Unterstützer. „Wir waren ein superstarkes Team – Grüne, Rote, ein paar Schwarze, ich hoffe das bleibt so“. 

Ihr Hauptziel, das sie im Wahlkampf betont hat: Mit den Bürgern mehr in Dialog treten. „Ich konnte nur versprechen, was ich auch umsetzen kann und das ist Bürgernähe“, sagt sie auch am Wahlabend. Dafür möchte sie auch Bürgerbefragungen als Instrument nutzen.