UNTERLÜSS. Spät am Abend . . . allein in einer schlecht beleuchteten Straße . . . Gestalten in Kapuzen nähern sich.
Nicht nur Frauen wird es da leicht mulmig. Wie verhalte ich mich, um den Ernstfall zu vermeiden? Was kann ich im Ernstfall tun? Gut ist es, wenn Frau und Mann auf eine solche Situation gedanklich und körperlich vorbereitet sind. Eine solche Vorbereitung bietet ein geeignetes Training. Es umfasst den Geist und den Körper, denn diese müssen eine wohl koordinierte Einheit bilden, um das beste Ergebnis zu erzielen. Kickboxen liegt im aktuellen Trend und verbindet Kampfsport mit Selbstverteidigung. Kickboxen beinhaltet Elemente aus Karate, Taekwondo und dem konventionellen Boxen. Folgende Merkmale des Kickboxens sind für eine Selbstverteidigung wichtig:
Mit den Techniken hält man einen Angreifer auf Distanz
Schlag- und Tritttechniken sind relativ einfach zu erlernen
Kraft und Gewicht eines Gegners können durch Schnelligkeit und Technik ausgeglichen werden.

Zur Einführung in diese Kampfsportart bietet der TuS-Unterlüß am 28.10. 2017 einen Workshop in der Lüßwaldhalle an. Geleitet wird der Workshop von Budo-Großmeister Metin Bagiran (8. Dan). Bei genügend Interesse wird der TuS-Unterlüß künftig ein regelmäßiges Training „Kickboxen“ im Vereinsprogramm anbieten. Metin Bagiran lädt zu diesem Workshop und dem späteren Vereinstraining auch ausdrücklich Kinder ab 10 Jahren ein.

Kickboxen ist ein Kampfsport und hat mit lockereren Bewegungen nach Musik nichts zu tun. Im Kampfsport und der Selbstverteidigung ist höchste Präzision gefordert. Alle Übungen wie Schlag- und Trittvarianten werden im Training praxisnah mit Körperschutz und Schlagpolstern durchgeführt. Der Meister achtet hierbei streng auf die Einhaltung der Sicherheit.

Im Training werden die Koordination aller Bewegungen, die Reaktionsfähigkeit sowie die Gleichgewicht- und Rhythmusfähigkeit geschult. Übungen mit dem Partner, d. h. Technikschulung, Angriff und Abwehr sind fester Bestandteil des Programms und führen an die Praxis heran. Das Motto ist: „Siegen durch nachgeben!“ Mit einigen Techniken können sich die Männer, Frauen und Kinder bereits nach kurzer Zeit per Faust und mit Fußtritten wirksam zur Wehr setzen.

Richtiges Verhalten im Konfliktfall wird nur durch eine regelmäßige Teilnahme und ständiges Training gewährleistet. „Crash-Kurse“ hält der Meister für überflüssig und unsicher, denn sie können seiner Ansicht nach keine soliden Fertigkeiten vermitteln und führen ggf. sogar zu einer Selbstüberschätzung. Jederzeit bereit zu sein und im Konfliktfall intuitiv handeln zu können, ist Ziel und Philosophie des Trainings.

 

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