NIENHAGEN. Ab sofort wird die Orgel in Nienhagen wieder den Gesang der Gemeinde begleiten. Nach einer dringend notwendig gewordenen Renovierung brachten gestern die Organisten Reinhold Brunotte, Michael Schwenke und Dorothea Peppler mit ihrem virtuosen Spiel das Instrument eindrucksvoll wieder zum Erklingen.

Weshalb die Sanierung notwendig war, erläutert Reinhold Brunotte, Orgelbeauftrager der Gemeinde: „Mehr als 50 Jahre hatte die Orgel ihren Dienst getan, aber leider hatte sich durch die Temperaturunterschiede zwischen der nicht beheizten Sakristei, die der Orgel für die Luftansaugung diente, und dem warmen Kirchenraum Feuchtigkeit in den Pfeifen absetzen können und das hat dann leider zur Schimmelbildung geführt. 1.600 Pfeifen gilt es für den Organisten an dieser Orgel zu bedienen, die im Laufe der Jahre leider auch ihre Stabilität verloren hatten. Mit der erfolgten Renovierung sind die Schäden behoben, Pfeifen ausgetauscht und der Klang weicher und angenehmer gestaltet worden.“

Im Jahr 2015 beschloss der Kirchenvorstand, die Renovierung der Orgel in Angriff zu nehmen. Veranschlagt wurden von Sachverständigen 65.000 Euro, die aufzubringen werden müssten. Harald Schilbrock, der Kirchenvorstandsvorsitzende, war optimistisch, dass dies gelingen würde und gründete das Fundraising-Projekt „Klang-Reformation in Nienhagen – Frischer Wind für die Laurentiusorgel“. Für Tasten oder Register konnten Patenschaften übernommen werden. Da ließ sich auch der muslimische Teil der Nienhägener Bürger nicht lange bitten und übernahm eine Tastenpatenschaft. „Wir sind schließlich alle Kinder Abrahams“, erklären sie ihr Engagement.

Dass das Projekt vonseiten der Landeskirche im Sommer 2018  mit dem Fundraising-Preis in der Kategorie „Konzept“ gewürdigt wurde, freute die Organisatoren immens, zumal der Preis mit 3.333 Euro dotiert ist. Dieses Geld wird der Kirchenmusik in unserer Gemeinde zugutekommen“, freut sich Pastor Uwe Schmidt-Seffers.

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