HANNOVER/BECKLINGEN. Im Landkreis Celle hat ein vom Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) beauftragte Ingenieurbüro die Umgebung eines von insgesamt vier aktiven Erdgasförderplätzen auf Bodenveränderungen untersucht. “Einige der Proben aus dem Umfeld des Platzes Becklingen Z1/Z2 (DEA) zeigen kleinere Auffälligkeiten”; heißt es in einer Pressemitteilung des Landesamtes. So werde der Prüfwert für Benzo(a)pyren, den das Niedersächsische Ministerium für Umwelt Energie und Klimaschutz 2016 per Erlass als neuen Maßstab für Niedersachsen eingeführt hat, an einigen Stellen überschritten.

Der neue Prüfwert sei deutlich abgesenkt und somit verschärft worden, da er nicht nur wie bisher üblich die Wirkung des Einzelstoffs Benzo(a)pyren abbilde, sondern die Wirkung der gesamten Stoffgruppe der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe. Das Ministerium habe im vergangenen Jahr mit diesem Erlass eine Regelung vorweggenommen, die mit der überarbeiteten Bodenschutzverordnung kommen werde.

Der Betreiber des Platzes sei bereits informiert. Er werde dem LBEG ein Konzept für weitere, detailliertere Untersuchungen vorlegen. Ziel dieser Ermittlungen ist es, herauszufinden, ob die auffälligen Werte tatsächlich Auswirkungen auf die Umwelt oder den Menschen hätten. Eine akute Gefahr bestehe jedoch nicht.

Benzo(a)pyren ist ein polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoff. Er wird gemäß der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung zusammen mit 15 weiteren Einzelstoffen bei der Bestimmung der Umweltbelastung durch die Stoffgruppe der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe ermittelt.

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