WIENHAUSEN. Pastorin Annette Behnken ist in der neuen Folge der „Klosterküche“ im Kloster Wienhausen nahe Celle in Niedersachsen zu Gast. Die Kreuzgänge und Kunstschätze, die handgestickten, tausend Jahre alten Teppiche und natürlich der
legendäre Nonnenchor, der auf geheimnisvolle Weise jeden Gast verwandeln soll: Das alles lockt jährlich 30.000 Besucher hierher. Und natürlich wird auch diesmal wieder für das leibliche Wohl gesorgt: Annette Behnken und Konventualin Bärbel Horn kochen
Wildschweinpastete mit Curry-Bratkartoffeln. Das Orangen-Dessert ist garniert mit Johannisbeeren aus dem Klostergarten. Das NDR Fernsehen zeigt die neue Folge am 19. August um 15.30 Uhr.

Treffpunkt Nonnenchor: „Niemand verlässt diesen Raum unberührt“, erklärt die 71-jährige Äbtissin Renate von Randow. „Ich habe es erlebt.“ Die Äbtissin muss es wissen, denn sie hat in diesen „durchbeteten Räumen“ schon Tausende Male die alte Liturgie
angestimmt. Warum der Nonnenchor solch einen Zauber auf seine Besucher ausübt, will Annette Behnken vom Restaurator und
Geschichtenerzähler Max von Boeselager wissen. „Weil hier der Schatz gehütet wird“, vermutet der Experte und hebt eine der
wuchtigen, ausgetretenen Bohlen an, unter denen man einzigartige Funde machte, darunter die ältesten Brillen der Welt aus
vorreformatorischer Zeit, außerdem Notizen der damaligen Novizinnen sowie Eierschalen, Münzen und Glasscherben.

Wie die zumeist jungen Klosterfrauen vor beinahe 800 Jahren lebten und arbeiteten, beteten und froren, erfährt Annette Behnken von Beate Ruhe, einer 82-jährigen Konventualin, die schon seit einem Vierteljahrhundert hier im Kloster lebt. Der große  Klostergarten hält Beate Ruhe jung. Sie pflegt und hegt ihn bereits seit langer Zeit. „Das Geheimnis des Nonnenchors“, lautet der Titel dieser klösterlichen Kochsendung: Hat Annette Behnken etwas gespürt? Oder ist das alles nur Gerede und Einbildung? Das ist Gesprächsthema Nummer eins beim gemeinsamen Essen im Klostergarten unter uralten Bäumen am 19. August im NDR.

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