BERGEN-BELSEN. Am Sonntag, 17. September 2017, findet um 14 Uhr in der Gedenkstätte Bergen-Belsen (Filmraum) ein
Film und Gespräch mit dem Dokumentarfilmer Paul Meyer statt. Gezeigt wird der Film „Konspirantinnen – Polnische Frauen im Widerstand 1939-1945“

Ein Kontingent polnischer Soldaten unter dem Kommando der Britischen Armee befreite im April 1945 ein Lager im Emsland. 1726 polnische Frauen, die als „Konspirantinnen“ am Warschauer Aufstand teilgenommen hatten, waren dort interniert und hatten eigenständig das Lagerleben organisiert.

Der Dokumentarfilm von Paul Meyer erzählt konsequent aus der Perspektive des weiblichen Widerstands gegen die deutschen Besatzer zwischen 1939 und 1945. DaWiderstand in Polen immer die Sache Vieler war, portraitiert der Film die Lebenswelt
einer ganzen Generation polnischer Frauen dieser Zeit. An Drehorten in Warschau, London und im Emsland hat Paul Meyer zahlreiche ehemalige Lagerinsassinnen und Zeitzeugen getroffen. Konzentrierte Interviewmontagen im Wechsel mit Archivmaterialien liefern ein beeindruckendes Bild der damaligen Ereignisse und reflektieren das Lagerleben und die Erlebnisse im Warschauer Aufstand.

Für seinen Dokumentarfilm „Der Hauptmann von Muffrika“ wurde Paul Meyer 1998 mit dem Adof-Grimme-Preis ausgezeichnet.
Nach dem Film besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit dem Filmemacher.
Moderation: Dr. Thomas Rahe, stellvertretender Leiter der Gedenkstätte Bergen-Belsen
Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

Der Film läuft begleitend zur Ausstellung „Zwischen Ungewissheit und Zuversicht. Kunst, Kultur und Alltag polnischer Displaced Persons in Deutschland 1945-1955“, die noch bis zum 19. November 2017 in der Gedenkstätte Bergen-Belsen gezeigt wird.
Zu den entsprechenden Öffnungszeiten kann auch die DVD des Films am Sichtungsplatz in der Bibliothek der Gedenkstätte Bergen-Belsen angesehen werden.

Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.