Adventsmarkt und Konzert in der Kreuzkirche

Religion Von Redaktion | am So., 01.12.2019 - 17:17

CELLE. Volles Adventsprogramm in der Kreuzkirche: Hier begann der Tag heute mit dem Gottesdienst, an den sich nahtlos der Adventsbasar anschloss. Am Nachmittag hatte zudem das Adventscafé geöffnet und am frühen Abend klang sorgte der Thalia-Chor mit einem adventlichen Konzert für einen schöne Ausklang des Tages.

30 Sänger vor dem Altar und mehr als 150 Zuhörer auf den Bänken: Beim ersten von zwei Adventskonzerten des Volkschores Thalia Celle in der Kreuzkirchengemeinde war das Gotteshaus am Sonntag bis auf den letzten Platz besetzt. „Laudate omnes gentes“ erklang es beim festlichen Einzug des Chores im Kerzenschein. Mit diesem Adventsruf, sozusagen der musikalischen Aufforderung, sich auch innerlich auf das Weihnachtsfest einzustellen, begann das Konzert des Volkschores Thalia. Urszula Drescher, die neue Leiterin des Chores, möchte auf die Erfahrung und die bisherigen Erfolge des Traditionschores aufbauen und eine „sanfte Verjüngung“ erarbeiten. So setzte die kompetente Dirigentin und Dozentin der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover dann auch auf ein traditionelles, klassisches Programm: „Ave verum corpus“ von Wolfgang Amadeus Mozart beispielsweise oder „Adeste fideles“ von Carsten Gerlitz.

Die Auswahl an Adventsliedern, Volksweisen und bekannten Chorsätzen war eine ausgewogene Mischung. Zudem wurde das Programm mit solistischen Einlagen von Chorsängern ergänzt. Viele der Stücke hatten auch schon einen deutlichen weihnachtlichen Bezug, so wie etwa das bekannte Stück „Macht hoch die Tür“, bei dem die meisten Zuhörer kräftig mit einstimmten – das war auch durchaus erwünscht. Ein Höhepunkt war für viele Zuhörer die solistische Einlage von Chorleiterin Drescher, welche schon als Sängerin an der Oper in Hannover aufgetreten ist, mit dem Stück „Laudate Dominum“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Beeindruckend und zweiter Höhepunkt des Konzertes war die Pianistin Clara Hyerim Byun, ebenfalls von der Hochschule Hannover, mit einem überraschenden, modernen Stück aus der Feder des amerikanischen Komponisten Wilham Bolcom. „The serpent’s Kiss“ – der Schlangenkuss aus „The garden of Eden“, einer Suite für zwei Klaviere, hinterließ einen starken Eindruck beim Publikum. Dieser Wechsel zwischen Chor, solistischen Einlagen und dem Miteinbeziehen der Besucher brachte die Stimmung auf den Punkt. Kein Wunder, dass alle Mitwirkenden am Ende des Konzertes mit kräftigem Beifall der Zuhörer bedacht wurden. Am 8. Dezember wird das Konzert in der St.-Hedwig-Kirche um 16 Uhr wiederholt.

Text: Ute Schworm