HERMANNSBURG. 234 Frösche, 897 Erdkröten und 11 Molche erreichten sicher ihre Laichgewässer – dank der Unterstützung der Hermannsburger NABU- und NAJU-Aktiven. Wenn der Frühling beginnt, machen sich die Amphibien (Kröten, Frösche, Lurche,…) auf den Weg zu ihrem Geburts- bzw. Schlüpf-Ort um dort ihrem Nachwuchs ebenfalls einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Oftmals müssen die Tiere Straßen überqueren, was für sie lebensgefährlich ist. Daher baut der NABU vielerorts Schutzzäune auf, die von ehrenamtlichen Helfern betreut werden. Fünf Fragen und Antworten rund um den Amphibienschutz vor Ort:

Sie haben mit ihrer Jugendgruppe zum zweiten Mal in Folge den Amphibienzaun aufgebaut?
Ja, unter ungemütlichen Wetterverhältnissen war unsere Naturschutzjugend (NAJU vom NABU) in diesem Jahr sehr fleißig und hat zwei Zäune von 200 m Länge in Hermannsburg aufgebaut. Außerdem wurden von den anderen Aktiven in Oldendorf noch zwei Zäune von 300 m Länge aufgestellt.

Wie läuft diese Artenschutzaktion ab?
Erstmal müssen wir das Wetter gut im Auge behalten und sowie der Frost nachlässt, treffen wir uns, um den Zaun aufzustellen. Gemeinsam macht das auch viel Spaß. Wir graben Löcher für die Sammeleimer und daran entlang wird dann der Zaun entlang gebaut. Und dann heißt es warten …

Warten? Worauf?
Dass die ersten Tiere bei milden Temperaturen und leichten Niederschlägen wandern und wir ihnen am nächsten Morgen sicher über die Straße helfen können. So können sie ihre Wanderung zu ihren Laichgewässern sicher fortsetzen. Ehrenamtliche Helfer müssen täglich die Sammelstellen kontrollieren und die geretteten Tiere zählen.

Was war in dieser Saison für die Kinder und Jugendlichen besonders interessant?
Bei unserer abendlichen Wanderung am Zaun entlang konnten wir die Amphibien – Kröten, Frösche, Bergmolche – zu ihrer natürlichen Aktivitätszeit sehr gut beobachten. Begeistert hat uns besonders der sogenannte Befreiungsruf der männlichen Kröten. Auch einige Schulen nutzten die Wanderungsphase für informative Exkursionen.

Werden Sie im nächsten Jahr wieder aktiv sein?
Natürlich, wir könnten noch mehr Zäune aufbauen, wenn sich weitere Amphibienretter finden würden. Anfragen für weitere Straßenquerungen gehen oft bei uns ein, nur leider können wir vom NABU keine zusätzlichen Zäune ohne mehr Hilfe von Interessierten aufstellen. Amphibienretter haben verschiedene Aufgaben bei uns: Zaun aufstellen, Sammeleimer täglich kontrollieren (hier wechseln sich die Helfer ab) und zum Ende der Saison den Zaun wieder einholen. Der NABU stellt dafür gerne das Material zur Verfügung und weist die Amphibienretter praxisnah ein.

Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.