CELLE. In diesem Jahr verleiht die Stadt Celle zum siebten Male ihren Kulturpreis. Diese Auszeichnung wird ab 2018 wieder alle drei Jahre an eine Einzelperson, an mehrere Personen für ein gemeinsames Werk oder einen Verein beziehungsweise eine Institution vergeben. „Wir haben in Celle eine äußerst lebendige Kulturszene. Auf dieses besondere
gesellschaftliche Engagement, das auch jenseits der Stadtgrenzen wirkt und unseren guten Ruf ins Land hinausträgt, sind wir entsprechend stolz. Dem wollen wir mit dem Kulturpreis künftig wieder verstärkt Rechnung tragen“, betont Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge.

Voraussetzung für die Verleihung ist eine herausragende Leistung auf wissenschaftlichem und künstlerischem Gebiet oder aus einem Bereich der Denkmal- und Heimatpflege. Die Leistung muss in jedem Fall einen Bezug zur Stadt Celle oder ihrer Umgebung haben. Der Kulturpreis besteht aus einer Verleihungsurkunde und einem kleinen Ehrenzeichen in Form einer Medaille oder Münze. Sowohl Bürgerinnen und Bürger, als auch Institutionen können Vorschläge bis zum 15. Juni an den Fachdienst Kultur der Stadt Celle, Neues Rathaus, Am Französischen Garten 1, 29221 Celle, richten. Anschließend wird eine Jury diese Vorschläge bewerten und dem Kulturausschuss vorlegen. Die Entscheidung über die Verleihung trifft der Rat der Stadt Celle.

Zur Historie des Kulturpreises:
Der Heimatforscher Dr. Jürgen Ricklefs hat 1984 als erster Celler Bürger den Kulturpreis entgegengenommen. 1987 erhielt Oberstudienrat Harald Müller die Auszeichnung für seine jahrzehntelang betriebene wissenschaftliche Theater- und Musikforschung und seine hervorragende künstlerische Arbeit mit dem von ihm begründeten consortium musicae
cellensis. 1990 wurde Dietrich Klatt für seine Verdienste auf den Gebieten der Bildenden Kunst, der  Architekturgeschichte, der Fotografie und der allgemeinen Kunstpflege Träger des Kulturpreises. Im Jahre 1993 wurden die Mitglieder der Celler Stadtkantorei und ihr Leiter Götz Wiese für ihre langjährigen, außergewöhnlichen Verdienste um die Förderung der Kirchenmusik sowie für die Pflege und Intensivierung der Kontakte zur Celler Partnerstadt
Meudon mit dem Kulturpreis belohnt. 1996 wurde Helmut Rüggeberg für sein lebenslanges Engagement auf dem Gebiet der Erforschung und Verbreitung der Geschichte der Stadt Celle mit dem Kulturpreis ausgezeichnet. Zuletzt wurde Dirk Huisken im Jahr 1999 der Kulturpreis für sein umfangreiches Schaffen als Künstler, Literat und sein Wirken als Kunstpädagoge zugesprochen.

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