Log empty
Familienanzeigen Stellenmarkt

Standortkameradschaft Celle im Deutschen Bundeswehrverband und Reservisten als Gastgeber

Kultusminister hält Neujahrsansprache beim Empfang der Bundeswehr

21.01.2018 - 16:14 Uhr     CELLEHEUTE    0
Fotos: Peter Müller


CELLE. Zum gemeinsamer Neujahrsempfang hatten gestern die Standortkameradschaft Celle im Deutschen BundeswehrVerband (DBwV) und die Kreisgruppe Celle im Verband der Reservisten der Bundeswehr (VdRBw) in die Immelmann-Kaserne Wietzenbruch geladen. Der Vorsitzende der Standortkameradschaft Celle im DBwV, Oberstleutnant Heiko Tadge sowie der Kreisvorsitzende im VdRBw, Stabsunteroffizier der Reserve, Hans-Georg Blonn begrüßten die Gäste.

Tadge prangerte die Ergebnisse der Sondierungsgespräche zwischen Union und SPD an: „Die Ergebnisse der Sondierungsgespräche sind für die Bundeswehr ein Dolchstoß! Statt des im Minimum benötigten Anstiegs von insgesamt 9 Milliarden Euro in den kommenden vier Jahren zusätzlich zum 51. Finanzplan soll der Verteidigungshaushalt lediglich um rund eine Milliarde steigen. Das wird verheerende Folgen für die Bundeswehr haben.“ 250 Millionen Euro mehr pro Jahr würden nicht einmal ausreichen, um die steigenden Betriebskosten zu decken, so der Celler Vorsitzende des BundeswehrVerbandes.

Blonn gab einen Überblick über die vielfältigen Aktivitäten der Celler Reservisten und forderte mit Blick auf das „freundliche Desinteresse der Bevölkerung“, dass der Beruf des Soldaten „wieder Anerkennung und Achtung in der Bevölkerung finden“ müsse. Anschließend gab es Grußworte vom stellvertretenden Standortältesten Celle und Kommandeur des  Feldwebelanwärter- und Unteroffizieranwärterbataillons 2, Oberstleutnant Silvio Mahn sowie von Landrat Klaus Wiswe.

Die Neujahrsansprache hielt Grant Hendrik Tonne, Niedersächsischer Kultusminister, der einen spannenden Bogen zwischen seinem Ressort und der Bundeswehr spannte. Mit Blick auf den notwendigen qualifizierten Nachwuchs bei der Bundeswehr und den Lehrermangel in Niedersachsen bot er augenzwinkernd einen „Deal“ an. Er werde dafür Sorge tragen, dass gut gebildete junge Menschen als Nachwuchs für die Bundeswehr zur Verfügung stünden, im Gegenzug solle die Bundeswehr diese so fortbilden, dass sie im Anschluss an ihre Dienstzeit eine Tätigkeit als Lehrer aufnehmen könnten. Tadge antwortete, dass dies eine durchaus interessante Perspektive sei, die sogar schon in Einzelfällen realisiert wurde. So sei ein ehemaliger Pilot aus Wietzenbruch jetzt als Berufsschullehrer in Celle tätig. Bei Erbsensuppe und musikalischem Rahmenprogramm gab es dann Gelegenheit zum kommunikativen Austausch zwischen Gästen und Veranstaltern.



 



Sie müssen sich registrieren oder anmelden, um diesen Beitrag zu kommentieren.