Kunst & Bühne eröffnet „Kultur-Wohnzimmer“

Kultur + Gesellschaft Von Redaktion | am Do., 11.04.2019 - 11:59

CELLE. Spannendes, Rührendes, Unerwartetes und auf jeden Fall Interessantes gibt es zu hören, wenn ab Ende April drei Samstagnachmittage in der urigen Kleinkunstbühne "Kunst & Bühne" der Literatur gehören. Im neuen Format „Kultur-Wohnzimmer“ verbindet sich das geschriebene Wort in lebendiger Darbietung mit einer gemütlichen Caféhaus-Atmosphäre. So erträumen es sich die Aktiven des Vereins – insbesondere das Programmteam um Sabine Schöllchen und Birgit Nieskens.

Den Anfang macht der Bröckeler „Heidedichter“ Wiili Kresse am Sonnabend, 27. April, mit Texten aus seinem Buch „Lasst mich Leben schreiben“. Mit seiner markanten Stimme liest er Nachdenkliches und Berührendes; lädt ein, in der Sanftheit der Worte zu schwelgen. Er liest aus einem bewegten Leben und streift dabei auch "seinen" Jakobsweg.

„Es gibt für mich keine schönere Ausdrucksform, als das geschriebene Wort! Ich möchte die Menschen in
meine Welt entführen.“ Willi Kresse aus dem verträumten Bröckel im Landkreis Celle hat schon viel in seinem Leben erlebt. Diese Erfahrungen hat er über die Jahre einfühlsam in Worte gefasst: Balladen in Leichtigkeit, aber auch in Schwermut. Gedichte und Texte, die das Leben schreibt, zum Beispiel über Demenz, aber auch Kritisches über die Gesellschaft.

Natürlich und dennoch darf die Liebe nicht fehlen, oder einfache Zeilen der Leichtigkeit. Zudem hat Kresse Erfahrungen und Ereignisse "seiner Jakobswege" in Texte gefasst. Er schreibt gerne tiefgründig, um Menschen zum Nachdenken anzuregen, deren Seele zu berühren, oder sie einfach nur in der Sanftheit seiner Worte schwelgen zu lassen. „Ich möchte die Menschen in meine Welt der Geschichten und Gedichte entführen“, sagt er. Grundbedürfnis seines Schreibens ist, dass sich die Zuhörer in seinen Geschichten wiederfinden. In Kunst & Bühne wird er aus seinem Buch „Lasst mich Leben schreiben“ vortragen.
Ganz anders geht es zu, wenn am Samstag, 4. Mai, Thorsten Sueße mit seiner Krimilesung „Schöne Frau, tote Frau“ in das Umfeld einer Hannoveraner Psychiatrie entführt. Abgründig, hintergründig und sehr unterhaltsam präsentiert Sueße den dritten Fall um den Psychiater Dr. Mark Seifert.

Die Celler-Stadtexpertin Cosima Bellersen Quirini wird am Samstag, 25. Mai, spannende, stets interessante, teils lehrreiche, aber immer überraschende und informative Einblicke zu Celler Persönlichkeiten und Geschehnissen geben. Sozusagen „im Vorbeigehen“ schärfen die Zuhörer dabei zugleich Ihre eigene Sichtweise auf die Stadt.

Das „Kultur-Wohnzimmer“ in Kunst & Bühne öffnet ab 14:30 Uhr, das Programm dauert etwa von  15 bis 17 Uhr. Kaffee und Kuchen gibt’s an der „wunderBar“. Eintritt: 10 €. Reservierung erwünscht unter kunstundbuehne@gmx.de.