Kunst gegen Komasaufen: Im Frühjahr 2014 beteiligten sich 10.000 Schüler an der bundesweiten Kampagne „bunt statt blau“ zum Thema Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen. Das beste Plakat aus der Region Celle kommt vom Wahlpflichtkurs der Oberschule Lachendorf. Jetzt wurden in der Schule die Preise beim gemeinsamen Wettbewerb der Krankenkasse DAK-Gesundheit und der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler verliehen. Die drittplatzierten auf Landesebene Niedersachsen erhalten 100,00 Euro für die Klassenkasse.

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„Wir suchen jetzt bereits im fünften Jahr kreative und plakative Botschaften von Jugendlichen gegen das Rauschtrinken“, sagt Sascha Teifel von der DAK-Gesundheit. „Die Bilder der jungen Künstler zeigen nicht nur die Gefahren von Alkoholmissbrauch auf, sondern auch Auswege und Hilfe. Das ist das Besondere dieser erfolgreichen Präventionskampagne.“

Der verantwortliche Lehrer Torsten Löschmann freut sich über die teilnehmenden Schüler aus Lachendorf: „Die Aktion `bunt statt blau´ trifft den Nerv vieler Jungen und Mädchen. Durch die künstlerische Herausforderung beschäftigen sich die Jugendlichen völlig neu mit dem Thema Alkohol. Ich gehe davon aus, dass die Künstler durch den Wettbewerb künftig vernünftiger mit Bier, Schnaps oder Wein umgehen.“

Nach aktueller Bundesstatistik landeten 2012 wieder mehr als 26.500 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Auch in der Region Celle gab es 59 Betroffene. Weil die Zahl der „Komasäufer“ seit 2000 bundesweit stark gestiegen ist, laden DAK-Gesundheit, Bundesdrogenbeauftragte und regionale Schirmherren seit fünf Jahren Jugendliche zum Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ ein. Die Aktion mit inzwischen mehr als 60.000 Teilnehmern gilt laut Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne und erhielt mehrere Auszeichnungen.

Im Juni wählt eine Bundesjury mit der Band „Luxuslärm“ die Bundesgewinner 2014. Informationen zum Wettbewerb gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak.de/buntstattblau.

Fotos: Peter Müller

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