"Kunst und Bühne" von SPD "unterwandert"? Zwei Vorstände erklären Austritt

CELLE. Kaum ein halbes Jahr im Amt, gibt es bei "Kunst & Bühne e.V." Ärger im Vereinsvorstand. Der Vorwurf: Mitglieder der Celler SPD würden die Kulturstätte für ihre politischen Ziele missbrauchen. Auf Nachfrage von CELLEHEUTE erklärt die Vorsitzende Karin Skradde:

"Es ist wahr, dass es innerhalb des Vorstands zu Unstimmigkeiten gekommen ist, die den Rücktritt zweier Vorstandsmitglieder zur Folge hatte. Das waren persönliche Entscheidungen, die der Vorstand zu akzeptieren hatte. Im Verein selbst gibt es keine Unstimmigkeiten. Die Arbeit des Vorstands wird in allen Bereichen unterstützt und positiv zurückgemeldet.

Der Vorstand von 'Kunst & Bühne' setzt sich aus sechs Mitgliedern des Vereins zusammen; davon sind drei auch Mitglieder der SPD. Dies mag daher rühren, dass es anfänglich eine Initiative von SPD-Mitgliedern war, die Spielstätte Kunst & Bühne nach dem Rückzug der Stadt Celle im Rahmen einer Vereinsgründung zu erhalten. Von Übermacht kann allerdings nicht die Rede sein. Abgesehen davon fragt nun wirklich niemand nach einem Parteibuch, wenn es um die Mitarbeit im Vorstand des Vereins 'Kunst und Bühne' geht. Deswegen ist auch nicht bekannt, ob sich Mitglieder anderer politischer Parteien für die Mitarbeit im Vorstand des Vereins interessiert haben.

Jedoch stehen Kunst und Kultur unserer Meinung nach auch immer in einem politischen Kontext. Deshalb hat der Verein die "Erklärung der Vielen" mitunterzeichnet, weil auch wir zu diesen Grundwerten stehen und das öffentlich bezeugen. Inwieweit sich der Verein Kunst & Bühne sonst politisiert, kann ich nicht erkennen."

Wer aus dem Vereinsvorstand ausgetreten sei, wollte Skradde, die auch Mitglied im SPD-Vorstand ist, nicht sagen. Rückfragen an andere Vorstandsmitglieder blieben unbeantwortet.